Mit einem Kreuz in der Hand auf den Berg
"Jeder soll sein eigenes Kreuz tragen": Das wünschen sich die Lankowitzer Sänger, die morgen, Freitag, wieder einen Kreuzweg vom Wallfahrtsort zur Kirche St. Johann organisieren.
Pater Terentius, der 1988 in Maria Lankowitz tätig war, wollte einen Kreuzweg auf dem Franziskanerkogel anlegen. Doch die Kosten wären zu hoch gewesen. Die Lankowitzer Sänger - fünf Mann hoch - beschlossen deshalb, für 14 Kreuzwegstationen zu sorgen, die jedoch nicht auf dem Franziskanerkogel, sondern entlang eines Steiges liegen, der zur Kirche von St. Johann führt. Die erste Station findet man im Kirchhof in Maria Lankowitz, die letzte am Kirchberg.
Der Künstler Toni Hafner stellte die Bilder für die einzelnen Stationen zur Verfügung. Doch Wind und Wetter machten vor den Kunstwerken nicht Halt: Trotz Restaurierung konnte man die Arbeiten nicht länger Sonne, Schnee und Regen aussetzen.
"Deshalb haben wir sie auf ein Material drucken lassen, das einer Plane ähnlich ist", so Adi Plos, einer der Sänger. "Die Originale befinden sich jetzt in Hafners Atelier. Brauchen wir eines davon, weil die neuen Bilder der Witterung wieder nicht Stand halten, wird es uns für einen neuerlichen Nachdruck zur Verfügung gestellt."
Gewicht
Anfang der Woche haben Plos und Sangeskollege Hans Bergmann die neuen Bilder auf den 14 Holzsäulen befestigt. Ein weiterer Sänger wird während des Kreuzweges als Vorbeter fungieren. Franziskanerpater Josua, der schon mehrmals bei Passionsspielen Jesus dargestellt hat und daher das Gewicht eines Kreuzes kennt, will ebenfalls nach St. Johann mitgehen.
"Jeder soll ein Kreuz mitbringen, es kann sich dabei um ein kleines Sterbekreuz handeln oder um eines, das sonst im Herrgottswinkel hängt", so Plos. Sollte jemand keines besitzen, "können wir aushelfen".
Zwei große Kreuze für Männer, zwei für Frauen werden sowieso mitgetragen. "Wir geben sie innerhalb der Gruppe weiter, damit jeder die Last spürt."
Bei den einzelnen Stationen wird auf den Leidensweg Christi eingegangen. Und zwar so, dass jeder Teilnehmer etwas für sich in die heutige Zeit übertragen kann und zum Nachdenken angeregt wird. Plos: "Nimm dein Kreuz und geh mit uns. Das ist es, was wir den Gläubigen vermitteln wollen."
Bei der Kirche St. Johann ist der Weg zu Ende. Wasser aus dem Ziehbrunnen, der sich dort befindet, und Brot, von Bauern gespendet, sollen die Gläubigen stärken.








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