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Zuletzt aktualisiert: 06.06.2012 um 20:16 UhrKommentare

Mehr als 80 Prozent wollen keine Fusion

Die Beteiligung an der Bürgerbefragung in Krottendorf-Gaisfeld betrug nur 46,28 Prozent. Bürgermeister Johann Feichter will die Interessen der Bewohner mit allen Mitteln vertreten.

Bürgermeister Johann Feichter verkündete das Ergebnis

Foto © KratzerBürgermeister Johann Feichter verkündete das Ergebnis

Das bringt alles nix, die im Land tun eh, wie sie wollen", meinte ein Mann, der es sich dennoch nicht nehmen ließ, bei der Verkündung des Ergebnisses der Bürgerbefragung im Sitzungssaal der Gemeinde Krottendorf-Gaisfeld live dabei zu sein. So wie einige andere auch, die mitgestimmt haben, um ihre Meinung zum Thema Gemeindezusammenlegung kundzutun. "Wir wollen Demokratie leben", begründete Bürgermeister Johann Feichter, warum er die Bewohnerinnen und Bewohner in den Amtsstuben oder online mit eigenem Zugangscode abstimmen ließ, wie es mit dem Ort weitergehen soll.

"Von 2057 Wahlberechtigten haben 46,28 Prozent mitgemacht. 290 Menschen waren in der Gemeinde, 662 haben ihr Votum im Internet abgegeben", teilte Feichter mit, ehe er das mit Spannung - aber nicht unerwartete - Ergebnis bekannt gab. "81,51 Prozent sagen, die Gemeinde soll selbstständig bleiben, so lang es geht. Acht Stimmen wurden für das Zerreißen der Gemeinde abgegeben. 47 meinten, wenn Fusion, dann mit Ligist, 42 waren für St. Johann, acht für Voitsberg und 40 für eine Großregion", so Feichter, der versprach, die Interessen der Bewohner mit allen Mitteln zu vertreten.

Verwundert zeigte er sich über den Kriterienkatalog des Landes, der ergab, dass Ligist und Mooskirchen Leitbildgemeinden seien. "Ich habe den Herrschaften gedroht, eine Moschee zu bauen, dann haben wir auch eine Kirche", zeigte sich Feichter sarkastisch. Zudem würde das Vorhandensein von Volksschulen bewertet, die Krottendorfer Hauptschule aber nicht. Somit komme die Nachbargemeinde Ligist auf 110 Punkte, Krottendorf-Gaisfeld aber nur auf 92. Über die Unterlagen des Landes ätzte Feichter: "Was da drinnen ist, sind nur Worthülsen."


FAKTEN

Bisher: Fusionsgespräche wurden mit Abordnungen aus Kainach, Gallmannsegg und Kohlschwarz und aus Pack, Modriach, Hirschegg, Edelschrott, St. Martin und Gößnitz geführt. Mit Voitsberg und Rosental sowie Bärnbach und Piberegg.

Montag, 11. Juni: Am Montag, dem 11. Juni, findet die dritte Runde der Fusionsgespräche mit Vertretern des Landes Steiermark in der BH Voitsberg statt.

Eingeladen sind Teilnehmer aus Maria Lankowitz und Gößnitz,

aus Stallhofen, Södingberg und Geistthal

aus Köflach, Graden und Salla

aus Ligist, Krottendorf, Söding, Mooskirchen und St. Johann.

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