Eine "Minderheit" durchforstet Wald
Einer von steiermarkweit insgesamt 13 "Waldspaziergängen für Frauen" fand in Salla statt.
Sieben Frauen trotzten gestern Kälte und Nebel, als sie sich in Salla zur Waldbegehung auf 1500 Metern Seehöhe aufmachten. Auf dem Besitz von Eva-Maria Pirker wurden am Baumbestand praktische Grundlagen der Waldwirtschaft näher gebracht.
"Während meines Studiums ist mir noch nicht aufgefallen, dass ich in der Forstwirtschaft als Frau die Vertreterin einer Minderheit bin", erklärte die Projektleiterin Dagmar Karisch-Gierer von der forstlichen Ausbildungsstätte Pichl einleitend. Um diese Situation zu ändern, das weibliche Geschlecht für die Forstwirtschaft zu sensibilisieren, habe man die "Waldspaziergänge für Frauen" ins Leben gerufen. "Es macht nichts, wenn ich die Motorsäge nicht selbst in die Hand nehme, es kommt darauf an zu wissen, wie die Forstwirtschaft funktioniert", beschreibt Karisch-Gierer die Absicht dahinter.
Gemeinsam mit Pirker zeigte sie, wie man Höhe und Durchmesser eines Baumes bestimmt, deren Verhältnis angibt, "wie stabil ein Bestand ist". Mithilfe eines sogenannten Zuwachsbohrers entnahmen die beiden einen Bohrkern, um den Teilnehmerinnen die Jahresringe und somit die Möglichkeit einer Altersbestimmung zu veranschaulichen. NINA WAGNER








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