Hooligans haben Pack im Visier
Wilde Gerüchte um Hooligan-Schlägereien zwischen deutschen und polnischen Fans auf Rastplatz der A 2 im Packabschnitt. Sondereinheiten sind gerüstet.
Seit Tagen kursieren in den Internetforen von Ultra-Gruppen deutscher und polnischer Fußballfans nicht bestätigte wilde Gerüchte. Auf einem Autobahnrastplatz im Packabschnitt an der kärntnerisch-steierischen Grenze sollten polnische Fan-Busse, die am Samstag nach Klagenfurt anreisen, von deutschen Ultras abgefangen werden. "Diese Informationen sind im Führungsstab bekannt", hieß es am Freitag aus der Euro-Einsatzzentrale. Gerüchte wolle man aber weder interpretieren noch kommentieren.
Gewaltexzesse. Wenn es tatsächlich zu Gewaltexzessen kommen sollte, steht seit Freitag in den Reihen der Sondereinheiten, die von Wega-Kommandant Oberst Ernst Albrecht koordiniert werden, eine besondere Polizeitruppe zur Verfügung. Mit zwei Zügen ist "Unterstützungskommando Dachau" unter kommandant Alfred Hauck nach Kärnten gekommen. Die "Bayern" sind bei Fußballanhängern weit über die deutschen Staatsgrenzen hinaus ein Begriff. Ihre Bilanz spricht Bände.
Gewalt im Griff. In der Münchner Allianz-Arena hat es trotz vieler Risikospiele seit der Eröffnung im Jahr 2005 keine Massenschlägerei mit Schwerverletzten oder gar Toten gegeben. Das Unterstützungskommando ist aber auch im Frankenstadion in Nürnberg, dem Stadion in Augsburg, aber auch auf Fußballplätzen niedriger Klassenvereine aktiv. "Eine Reihe einst remontierter Clubs ist aus der Bundesliga abgestiegen und hat das Problem-Fan-Klientel mitgenommen. So kommt es am Samstag auf Plätzen zu Gewaltausbrücken, die gar nicht nie notwendige Infrastruktur zu einer geordneten Fantrennung haben", weiß Hauck aus Erfahrung. Bei der Euro, übrigens dem ersten Auslandseinsatz der "Bayern", sieht sich der Kommandant mit seinen Männern als "Glied einer Kette". "Wir setzten auf Kommunkation unter Berücksichtung einer konsequenten Linie. Es mus unmissverständlich klar sein, wo die Grenzen in einer Konfrontation Hooligan-Polizei gezogen werden", betont Hauck.
Eine Einheit. Als geschlossene Einheit sieht sich das Unterstützungskommando nicht als "Elite-Truppe", sonderen vielmehr als eine Einheit, die mit Herz einen Beruf ausübt, der den Mitmenschen Ordnung und Sicherheit bieten soll.
Friedliche Spiele. Für die drei Vorrundenspiele in Klagenfurt will sich Hauck auf keinerlei Gewaltpotential-Prognosen einlassen. "Wir sind hier, um mit Zehntausenden Fans eine ruhiges Fußballfest zu erleben", formuliert Hauck seine Vorgaben. Die "Bayern" sind als mobile Eingreiftruppe äußerst flexibel:
Gewaltherde egalisieren. "Es geht in erster Linie darum, mögliche Brennpunkte so schnell es geht zu erkennen und potentielle Gewaltherde zu egalisieren", beschreibt Hauck einen der wichtigsten Leitfaden.








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