Experimente mit Farben und Blüten
Zwischen freudiger Erregung und bangem Warten: Mooskirchen hofft nach dem Europa-Erfolg wieder auf eine steirische Auszeichnung für seinen vielfältigen Blumenschmuck.
Man hat sich die Latte durch den floralen Europa-Erfolg im Vorjahr sehr hoch gelegt: Mooskirchen ist jedoch wieder in bester Wettbewerbsstimmung. Es liegt nicht nur der Duft von Blumen und Kräutern in der Luft, sondern auch Vorfreude und ein wenig Anspannung, denn auch in diesem Jahr bemüht sich die Marktgemeinde um eine Auszeichnung beim Landesblumenschmuckbewerb. "Nach dem Sieg im Vorjahr bei der ?Entente florale europe 2009' als schönstes Blumendorf erhoffen wir uns schon, heuer wieder einen Preis zu gewinnen", gibt sich Bürgermeister Engelbert Huber für die Preisverleihung am kommenden Donnerstag zuversichtlich.
Mooskirchen bewarb sich mit zwei Sonderobjekten beim Blumenschmuckbewerb, einerseits mit der blumengeschmückten Kainachbrücke, einer Gestaltung, die in dieser Form österreichweit einzigartig ist. Das zweite Projekt mit dem Namen "Blumen-, Gemüse- und Kräutergarten" wurde vom Kindergarten - gemeinsam mit den Kleinen und ihren Eltern - realisiert. "Im Zentrum stand dabei weniger der Wettbewerb, sondern die Möglichkeit, den Kindern authentische Gartenerlebnisse zu vermitteln", betont Huber.
So wurde gemeinsam mit dem Nachwuchs ein Gemüsegarten bestellt und gepflegt, es wurde gepflanzt und gejätet. Ein bis zwei Mal in der Woche konnten Salat, Karotten, Kohlrabi und anderes Gemüse zu einer Jause verarbeitet werden. Außerdem legten die Kinder einen Blumen- und einen Kräutergarten inklusive Spirale an: Die Kräuter wurden für Tees, Essig und Öl verwendet. Weiters entstand eine Kräuterzeitung mit vielen Fotos und Informationen über heimische Pflanzen.
Aber nicht nur der Kindergarten und die Kainachbrücke sind herausgeputzt, sondern die ganze Gemeinde strahlt in allen Farben. "Das ganze Jahr über wird bei uns gehegt und gepflegt. Die schöne Bepflanzung soll schließlich für alle Einwohner ein Ambiente für Erholung und Ruhe schaffen", so Huber.
Keine Spionage
Auch Privathäuser und Höfe stehen in voller Blütenpracht. Deshalb ist Mooskirchen wohl auch für Tagestouristen ein beliebtes Ausflugsziel. Die außergewöhnlichen Blumenkreationen - wie eine Altsteirerfigur mit Bassgeige oder ein Blumenarrangement mit einem Birnbaumstamm - stammen alle von Mooskirchnern, "Spionagefahrten" in andere Gemeinden werden nicht durchgeführt.
"Heuer haben wir ein wenig mit den Farben experimentiert, wir wollten sehr bunte Beete gestalten", erläutert Huber, die Pflanzen sollten vor allem hitzebeständig sein. Er ergänzt: "Ein enormer Vorteil ist die Erfahrung in der Blumengestaltung, die wir in den vergangenen Jahren gesammelt haben." Dadurch konnte man Wetterkapriolen des heurigen Sommers ein Schnippchen schlagen.








