"Fusion ist das klare Ziel"
Erste Gespräche zu Gemeindezusammenlegung brachten mehr Klarheit für die Bürgermeister. Und weiteren Gesprächsbedarf untereinander.
Es war ein langer Verhandlungsvormittag für Bezirkshauptmann Hannes Peißl, der gestern die beiden ersten Gesprächsrunden zum Thema Gemeindefusionen in der Bezirkshauptmannschaft moderierte. An Verhandlungstisch Nummer eins trafen sich schon am frühen Morgen die Bürgermeister und Gemeindevertreter von Gallmannsegg, Kainach und Kohlschwarz. Am frühen Vormittag wechselten diese die Plätze mit ihren Kollegen aus Hirschegg, Gößnitz, Edelschrott, Pack, Modriach und St. Martin am Wöllmißberg. Und das erste Resümee der Beteiligten fällt einhellig aus: "Es war eine sehr sachliche und auch konstruktive Diskussion", so Erwin Dirnberger, Präsident des Gemeindebundes. Und SPÖ-Bezirksvorsitzender Karl Petinger ergänzt: "Die Gemeinden bekamen die Möglichkeit, ihre Ängste anzusprechen." Vor allem in den ländlichen Gemeinden gehe es dabei um Infrastruktur, Straßen, Schneeräumung . . . "Die Bürgermeister möchten natürlich, dass das Service in ihren Gemeinden gleich bleibt", so Petinger.
Eine Frage des Nutzens
Auch Dirnberger sieht darin das Hauptanliegen der Bürgermeister im Bezirk Voitsberg: "Das Land muss den Gemeinden klar machen, worin der Nutzen einer Zusammenlegung bestehen kann."
Dieses Ziel wurde mit dem gestrigen Gespräch allerdings noch nicht erreicht. Zufrieden ist Georg Preßler, Bürgermeister von Edelschrott, aber dennoch. "Endlich haben wir einmal wirklich erfahren, welche Vorstellungen das Land hat", meint er. Das Fazit: "Eine Fusion ist das klare Ziel. Gemeindekooperationen, wie sie teilweise schon angedacht wurden, wird das Land nicht akzeptieren." Deshalb wird man sich im Oberland in den kommenden Wochen noch häufiger zusammensetzen. "Es liegt jetzt an uns, die Details zu diskutieren und konkrete Zahlen zu Infrastruktur, Finanzen, Topografie und Weiterem zu liefern." Dann könne man in die nächste Verhandlungsrunde gehen.
So wird es wohl auch in Kainach, Gallmannsegg und Kohlschwarz aussehen. Wobei sich der Kainacher Bürgermeister Viktor Schriebl mit konkreten Aussagen noch bedeckt hält. "Es ist ein zu heikles Thema und muss gut abgesprochen werden", so seine erste Botschaft.
Konkrete Entscheidungen gibt es also keine, die Gemeinden gehen in eine Evaluierungs- und Analysephase. Bis spätestens Juni werden auch die Gespräche mit den anderen Gemeinden abgeschlossen sein. "Erst danach ist eine endgültige Entscheidung möglich", so Dirnberger.








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