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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2011 um 20:18 UhrKommentare

Immer mehr Pilger bleiben über Nacht

Ausgezeichnete Bilanz nach einem Jahr "Weststeirischer Jakobsweg": Zahlreiche positive Rückmeldungen von Pilgern, die über die Gastfreundschaft entlang der Strecke erfreut sind.

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Wer das Glockenläuten in St. Pankrazen beim Auszug der Pilger und in Geistthal beim Einmarsch der Wanderer gehört hat, wird dieses eindrucksvolle Erlebnis nicht so schnell vergessen: Vor einem Jahr wurde der "Weststeirische Jakobsweg" gesegnet und offiziell seiner Bestimmung übergeben. Der Bärnbacher Reinhold Waldhaus hatte die Idee dazu und setzte sie auch um - ohne Zuschüsse aus öffentlicher Hand, dafür jedoch mit viel Engagement.

Wieder einmal auf einem Abschnitt des "Weststeirischen Jakobsweges" unterwegs, diesmal mit einer Gruppe von Weitwanderern aus Kärnten, zieht Waldhaus kurze Bilanz: "Im heurigen Jahr haben bisher knapp 800 Personen den Weg durch die Weststeiermark absolviert." Und was die Beherbergungsbetriebe freuen wird: "Für heuer liegen weitere 650 Quartierbestellungen vor." Womit sich der "Weststeirische Jakobsweg" ziemlich schnell zu einer Tourismusattraktion gemausert hat.

Die von Waldhaus aufgelegten Pilgerpässe und Prospekte gehen weg wie die sprichwörtlich warmen Semmel. Von allen Stationen der Route kommen Nachfragen wegen der Pässe. "Ich bin immer wieder als Zusteller unterwegs", lacht der Initiator.

Was Waldhaus besonders freut, ist das positive Echo der Pilger, aber auch der Anrainer, die entlang des Jakobsweges leben. "Wanderer schilderten mir die Route als ehrlichen Weg, bewohnt von hilfsbereiten Menschen. Oft ist für sie die Gastfreundschaft das schönste Erlebnis."

Der neu geschaffene - und gut gekennzeichnete - Pilgerweg führt von der Jakobskirche in Thal bei Graz zur Jakobskirche in Geistthal. Weiter geht die Route über Kohlschwarz und Bärnbach nach Köflach, Maria Lankowitz, Edelschrott, Modriach, St. Jakob im Freiland und schließlich über den Koralmspeik bis nach Lavamünd in Kärnten. Der Weg hat eine Länge von 153 Kilometern und ist in acht Etappen, die eine Streckenlänge zwischen 14 und 26 Kilometer aufweisen, eingeteilt.

KARL MAYER

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