Geselliges und Unheimliches
Spannende Sagen werden beim "Woaz schöl'n" auf der Gaststubenbühne aufgerollt.

Foto © PrivatDie Mitglieder des Gaststubentheaters Gößnitz laden zum "Woaz schöl'n" in Gaststätten ein
Beim Woaz schöl'n" heißt die heurige Eigenproduktion des Gaststubentheaters Gößnitz, mit der die Mitglieder ab Freitag, dem 4. März, wieder durch die Gaststätten der Region touren. Details verrät Andreas Gößler: "Wir versuchen, steirische und ländliche Sagen aufzuarbeiten, die in dieser Form noch nie in einem Theaterstück dargestellt wurden. Bei den Proben haben wir viel Spaß daran", so Gößler.
Entstanden ist diese Idee aus dem schönen Brauch des "Woaz schöl'n", bei dem eifrig Nachbarschaftshilfe geleistet wird. In der Stube werden die Lieschen, wie man die Kolben liebevoll nennt, entfernt und miteinander verknüpft. Danach wurden die verknoteten Maisstriezel auf Stangen zum Trocknen aufgehängt. Den meisten "Heinzelmännchen" ging es nicht nur um das Aushelfen, sondern auch um die Geselligkeit beim "Schöl'n". Man erfuhr Tratsch und Neuigkeiten - auch noch ohne Internet - "und vergnügte sich danach beim Tanz, wenn hübsche Mädchen dabei waren", weiß Gößler.
"Wir bringen bekannte heimische Sagen - wie von der ,Tanzlustigen Dirn', der ,Hasenjagd am heiligen Abend' oder der ,Sage vom Bockloch'. Derzeit arbeiten wir auch daran, Geschichten einzubauen, die sich mit Erzherzog Johann beschäftigen", macht Gößler neugierig auf mehr. Der Habsburger Adelige war schließlich auch in der Region mit innovativen Projekten unterwegs.
Diese und weitere mystische und "anweilige" - laut Gößler unheimliche - Sagen werden für die Bühnenfassung verbunden. Die Premiere findet am 4. März um 20.15 Uhr im Gasthaus Grabenmühle in Maria Lankowitz statt. Am 5. März wird im Gasthaus Wiendl in Maria Lankowitz "geschält", am 6. März in der Mehrzweckhalle in Gößnitz (alle 20.15 Uhr, www.gaststubentheater.at)








