Absage an Politik, aber Investitionen ins Hotel
Hubert Scheer lässt derzeit sein Sporthotel in Piberstein auf "Hochglanz" bringen und baut eine Panoramasauna mit Seeblick. Amtsmüde ist er nur, wenn man ihn auf eine weitere Kandidatur im Landtag anspricht.

Foto © KratzerHubert Scheer
Hubert Scheer von der Freizeitinsel Piberstein lässt sich derzeit nicht lumpen. Der ehemalige Bürgermeister von Maria Lankowitz, der seinerzeit von seinen eigenen SPÖ-Parteifreunden ins "politische Ausgedinge" geschickt worden war - kurz nachdem er mit der GKB handelseinig wurde und sich mit dem Tourismusbetrieb selbstständig gemacht hatte -, startet nach wirtschaftlich mageren Jahren neu durch. "Derzeit werden die Zimmer im Sporthotel vergrößert und die Einrichtung wird total erneuert - von den Nasszellen bis zu den TV-Geräten", schwärmt Scheer über künftigen Komfort im Fünf-Sterne-Bereich. Bisher standen den Gästen 50 Zimmer zur Verfügung, demnächst nur noch 38. "Wir haben auch schon mit den Bauarbeiten für eine neue Saunalandschaft mit Panoramablick auf den See begonnen", so Scheer. Erreichbar ist der Wellnessbereich über eine Glaskuppel über dem Wintergarten - und zwar direkt vom Hotel aus. "Das Areal mit einer riesigen Wärmekabine und Dampfsauna ist auch für die Tennisspieler benutzbar", meint Scheer und begründet, warum er so vieles "runderneuert": "Wir möchten eine neue Gästeschicht ansprechen und verstärkt internationale Fußballcamps anbieten. Im Sommer kommt bereits mein Freund Werner Gregoritsch mit den Kapfenbergern auf Trainingslager." Zudem habe sich eine rumänische Mannschaft angesagt.
Bereits im Vorjahr wurde die Tennishalle nach dem Auftreten von Sprüngen - wir berichteten - saniert und Beachvolleyballplatz sowie Kinderbereich beim Badesee errichtet - samt neuer Riesenrutsche. Allein die Schadensbehebung nach den Sprüngen auf ehemaligem Bergbaugrund - ein Prozess mit der GKB ist noch im Laufen - betrug 800.000 Euro.
"Ich bin auch stolz, dass wir Ausbildungszentrum für die Polizei sind und regelmäßig Turnusse beherbergen. Scheer ist froh, die finanzielle Durststrecke nach rund zehn Jahren überwunden zu haben. Zu den Gerüchten über einen "fetten" Euro-Millionen-Treffer äußert er sich ausweichend. Klar distanziert er sich jedoch davon, nochmals mit Gerhard Hirschmann für den Landtag zu kandidieren: "Garantiert nicht."







