Freizeitpark Piberstein: Risse im Boden und Einsturzgefahr
Die Tennishalle in Piberstein in Maria Lankowitz drohte, im Badesee zu versinken. Eigentümer Hubert Scheer will die GKB wegen eines Bergschadens verklagen.

Foto © Kratzer
Klaffende Risse und Spalten ziehen sich wie ein "roter Faden" durch Restaurant, Hotel und die Sporthalle im Freizeitpark Piberstein. Das Areal zwischen Zufahrtsstraße, Lokal und Tennishalle ist eine Riesenbaustelle. Der Grund wurde großflächig ausgebaggert, die Baumaschinen sind im Dauereinsatz.
Hallenplatz
"Wir haben den zweiten Hallenplatz um 42.000 Euro sanieren lassen. Nach einem Jahr passierte es wieder. Mittlerweile habe ich von der Gemeinde Maria Lankowitz einen Bescheid erhalten, wonach zwei Plätze gesperrt wurden, weil Gefahr in Verzug ist", schildert Hubert Scheer, der die Freizeitanlage Piberstein 1997 von der GKB gekauft hat als er noch selbst Bürgermeister war. "Ich musste sofort Maßnahmen ergreifen. Die Kosten betragen mindestens 570.000 Euro netto." Scheer glaubt, dass es sich um einen Bergschaden handelt, weshalb er mit der GKB verhandelte: "Man hat mir einen vierstelligen Betrag geboten. Ich werde Direktor Helmuth Landsmann und die GKB klagen. Ich führe den Prozess durch alle Instanzen und bis zum St. Nimmerleinstag", droht Scheer. Man habe ihn überheblich behandelt, er - der "kleine Scheer" sei bereit, einen erbitterten Krieg zu führen.
Stabilisierung
Ziviltechniker Willibald Acham, Baumeister Reinhard Blümel und Franz Schweighofer von der Firma BGG, die mit der Stabilisierung befasst sind, meinen, dass es höchste Eisenbahn war, einzuschreiten: "Laut Messungen der GKB verschiebt sich die Halle jährlich um 33 Millimeter Richtung Badesee. Es kam zu einer Horizontalverformung. Reißt das Dreigelenksband unter der Halle, kracht das Gebäude zusammen wie die Eishalle in Bad Reichenhall." Deshalb werden 40 Stück 35 Meter lange Litzenanker versenkt und mit Beton verpresst. "Als das Gelände günstig an Scheer verkauft wurde, sind die heutigen Probleme in keiner Weise offensichtlich gewesen und es wurde ein umfassender Haftungs- und Gewährleistungsausschluss vereinbart", erklärt Werner Huemer von der GKB. "Das bedeutet, dass die GKB für Schäden nicht haftbar gemacht werden kann." Zudem sei die Schadenursache noch nicht geklärt.









