Die gefallene Handball-Hochburg
Einst war Steiermark Handball-Hochburg. Diese Zeiten sind vorbei: Österreichs Team testet am Freitag in Bärnbach ohne Steirer.

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Lang, lang ist es her, dass Handball Zusehermassen in die steirischen Hallen gelockt und auch in seinen Bann gezogen hat. Im Jahr 1992 wurde in der Liebenauer Eishalle die B-EM ausgetragen - und die Fans kamen in Scharen. Bis ins Jahr 2000 wanderte jeder zweite österreichische Meistertitel in die grüne Mark, doch dann kam der sportliche Abstieg.
Wieder ein Steirer in der HLA.
Seit heuer gibt es wieder einen weiß-grünen Verein in der obersten Spielklasse (HLA), von den "golden Zeiten" ist man aber weit entfernt. Steirische Spieler sind als "Legionäre" bei HLA-Klubs in anderen Bundesländern im Einsatz, im ÖHB-Kader scheint dennoch keiner auf. "Unsere Vereine müssen sich in der A-Liga wieder etablieren", sagt der steirische Verbandspräsident Frank Dicker, "nur so können wir den jungen Spielern wieder ein adäquates Umfeld bieten." 2009 wird in der Steiermark das "Jahr des Handballs". Quantensprünge darf man sich laut Dicker zwar nicht erwarten, aber "wir werden nachhaltige Projekte für den Nachwuchs starten und auch infrastrukturell sollte sich was tun".
Testspiel.
Im Zuge der Vorbereitung für die Euro 2010 gastiert das Nationalteam derzeit in Maria Lankowitz. Am Freitag steht in Bärnbach (20 Uhr) ein Testspiel gegen Mazedonien auf dem Programm. Ein Schritt in die richtige Richtung. Dicker: "Spitzensport bringt die Zuseher wieder in die Hallen. Mit Länderspielen, dem Vier-Nationen-Turnier und der Euro in Graz haben wir die Möglichkeit, Spitzensport auf allerhöchstem Niveau zu präsentieren und ihn als Sprungbrett für einen Aufschwung im steirischen Handball zu nutzen."








