Ein knapper Sieg und ein Nachspiel
Ligist/Don Bosco gewann in Lavamünd 6:4, wehrt sich aber gegen beleidigende Fans.
TISCHTENNIS. Ein heißes Spiel hat die Tischtennis-Bundesliga-Truppe von Ligist/Don Bosco zum Auftakt der neuen Saison in Lavamünd erlebt. Am Ende reichte es zu einem knappen 6:4-Erfolg und so ist sportlich alles in Ordnung. Die Art, wie man in Kärnten aufgenommen wurde, stößt den Weststeirern aber übel auf. "Unsere Spieler Zhang Jie und Quian Quianli, beide österreichische Staatsbürger, wurden rassistisch beleidigt. Auch Christoph Simoner musste sich mehrere Pöbeleien unter der Gürtellinie anhören", erzählt Ligist-Sportchef Armin Siari, der die gewohnt heiße Partie wohlweislich vor Ort verfolgt hat. "Es waren rund 70 Zuschauer in der Halle. Ein Großteil war ganz normal, aber ein halbes Dutzend war schwer alkoholisiert und hat sich eben daneben benommen", sagt Siari.
Da solche Vorkommnisse in Lavamünd kein Einzelfall seien, hat er einen Protestbrief an den österreichischen Tischtennisverband verfasst. "Nachdem wir gewonnen haben, kann man es uns jetzt nicht so auslegen, dass wir schlechte Verlierer sind. Viele andere Klubs haben auch schon darunter gelitten, wollten aber nichts unternehmen", meint der Funktionär. Ob dem Kärntner Verein dadurch Repressalien entwachsen, ist noch offen.







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