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Im Auftrag des Flusses
Zahlreiche umweltbewusste Hände befreiten am Samstag die Ufer der Kainach in Krottendorf-Gaisfeld von Abfällen.

Foto © NINA WAGNER
"Wir organisieren diese Reinigung seit dem Jahr 2000. Sie ist mittlerweile zur alljährlichen Pflichtübung geworden“, so Gert Richter, Sachverständiger für Fischerei und Gewässerschutz im Bezirk Voitsberg. Etwa 20 bis 25 Fischer waren gemeinsam mit Helfern der Freiwilligen Feuerwehr und Gemeindemitgliedern für mehr als dreieinhalb Stunden am Ufer sowie im Wasser unterwegs, um insgesamt geschätzte eineinhalb Tonnen Müll einzusammeln.
"Altlasten werden zwar weniger, sind aber nach wie vor vorhanden. Ein Fluss ist ein dynamisches System, wo auch ganz alte Sachen wieder freigeschwemmt werden.“ Stetig hinzu kommt neuer Müll - hauptsächlich Kunststoff, Verpackungsmaterial, Bauschutt, Feuchttücher und Hygieneartikel, sowie Silofolien. "Ein großes Problem ist, dass Landwirte ihre Siloballen oft in Gewässernähe lagern. Im Falle eines Hochwassers schwimmen diese wie Korkstöpsel, die Folien sind oft kilometerweise unterwegs“, so Richter.
Als weiteres Problem nennt er die oft nicht ausreichend abgedeckten Abfallcontainer von Industriebetrieben, sowie den "fragwürdigen Umgang mit Abfall, der in der Toilette landet. Das Umweltbewusstsein der Bevölkerung liegt leider noch im Argen. Was im Gewässer schnell entsorgt ist, kann dann nur durch ein Vielfaches an Aufwand und unter großen Mühen wieder geborgen werden. Das kann auch gefährlich sein. Nicht zu wissen, wohin mit dem Müll, kann heutzutage keine Ausrede mehr sein.“




