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"Gewürzte" Gemeindestraßen in der Weststeiermark
In Krottendorf (Bezirk Voitsberg) kommt das Salz nicht nur in die Suppe. Warum heuer Speise- statt Streusalz auf den Fahrbahnen landet.

Foto © APA
In Krottendorf-Gaisfeld (Bezirk Voitsberg) kommt das Salz nicht nur in die Suppe, bei Glatteisgefahr werden sogar die Gemeindestraßen ordentlich "gewürzt". Wie es dazu kam, schildert Bürgermeister Johann Feichter: "Wir hatten das Glück, dass wir durch gute Kontakte einen elf Jahre alten Salzsilo günstig ankaufen und uns auf diese Weise 34.000 Euro ersparen konnten."
Streusalz
Nachdem die Neuerwerbung mit Kran und Schwertransport angeliefert und nach Errichtung eines Fundaments beim Bauhof aufgebaut worden war, wurde Streusalz bestellt. Zuvor mussten die Gemeindemitarbeiter nämlich jährlich 50 bis 60 Tonnen Salz - verteilt auf 50 Kilogramm schwere Säcke - schleppen und auf Lkws verladen.
Feichter staunte nicht schlecht, als ein Silotransporter mit 25 Tonnen Speisesalz vor den Amtsstuben stand. "Es handelte sich um keinen Irrtum und auch nicht um einen Faschingsscherz. Die Speisewürze sollte nach Slowenien geliefert werden, der Lenker durfte aber wegen Überladung nicht einreisen." Um eine Rücklieferung zu vermeiden, wurden die Krottendorfer mit der Salzladung beglückt. "Deshalb werden wir heuer unsere Gemeindestraßen mit Speisesalz ,würzen'. Und sollte jemanden im Haushalt das Salz ausgehen, helfen wir gern aus", schmunzelt Feichter, der nur eines fürchtet: Zum Thema der Ligister Faschingsnarren zu werden. Nachteile für die Autofahrer bestehen nicht: "Speisesalz ist reiner, vom Staub befreit und normalerweise auch teurer. Auf den Straßen hat es die gleiche Wirkung wie Streusalz", bestätigt der Voitsberger Straßenmeister Josef Brettenthaler.




