Eine spielende Legende
Andreas Albrecher wird auch heute gegen Leoben dabei sein.
HANDBALL. Andreas Albrecher ist ein Phänomen, eine lebende Legende: Seit 1981 hat er seinen Spielerpass und er stellt sich noch immer ins Tor. Zu spielen begonnen hat er 1979 und seit damals bleibt er dem Westen treu. "Ich wollte nie weg", sagt Albrecher (41), "so eine Atmosphäre wie hier gibt es sonst nicht oft in Österreich. Das ist ein bisschen so wie Schalke beim Fußball in Deutschland. Die Menschen kommen in die Halle, feuern dich an, wollen aber auch was sehen."
Doch was reizt ihn an diesem Spiel? "Handball ist ein kampfbetontes und dynamisches Spiel, bei dem man immer vor neuen Aufgaben steht und man kann den Leuten Freude bereiten."
Freude bereiten will er dem HSG-Publikum auch im heutigen Derby gegen Leoben (Halle Köflach, 19 Uhr), bei dem er als zweiter Tormann wieder im Einsatz sein wird. "Derbys sind die wichtigsten Spiele im ganzen Jahr. Auch wenn die besten Derbys, die zwischen Bärnbach und Köflach waren", sagt der Tormann, "da gab es wochenlang kein anderes Thema."
In all den Jahren hat er Höhen und Tiefen miterlebt. Titel, internationale Einsätze, Abstiege. Er hat Legenden kommen und wieder gehen sehen. "Die Meistertitel waren das Beste, aber der erste Meistertitel in der Jugend war etwas besonders. Das sind wir zum ersten Mal in die ,große weite Welt' gekommen. Zumindest nach Linz."
HSG-Obmann Gerhard Langmann und der gesamte Verein haben "Albsi" viel zu verdanken: "Er ist immer da, wenn Hilfe gebraucht wird. Ihn kann man nicht einmal in Gold aufwiegen." GEORG MICHL








