Die alte Thermenliebe rostet nicht
Mit Markus Fink befindet sich derzeit ein besonderer Kurgast im Hotel Nova: Er leitete bis Juni 2008 die Geschicke des Unternehmens als Geschäftsführer.
Schön, wenn man zurückkommen kann und sieht, dass die Arbeit, die man begonnen hat, Früchte trägt", freut sich Markus Fink. Früher kannte man den einstigen Geschäftsführer der Therme Nova (April 2007 bis Juli 2008) nur perfekt gekleidet mit Anzug und Krawatte. Derzeit kann man ihn mit etwas Glück in Trainingshose und T-Shirt im Cafe der Therme Nova treffen. Als gewöhnlichen Kurgast. "Ich nehme mir momentan eine Auszeit und bin zum ersten Mal in meinem Leben selber auf Kur. Bisher war ich immer nur als Organisator tätig. Ich wollte das auch einmal als Gast erleben, weil man vieles dann ganz anders sieht", schmunzelt Fink. So habe er früher Leute belächelt, die sich beklagt haben, dass man sich zwischen den Therapien und Angeboten so oft umziehen müsse. Vom Bademantel über Schwimm- bis zur Laufbekleidung. "Wenn man das am eigenen Körper erfährt, sieht das anders aus. Primär mache ich die Kur aber der Gesundheit zuliebe", so Fink, der erfreut ist, dass noch viele Angestellte aus seiner Ära im Unternehmen sind. "Das spricht für die Therme Nova, weil die Fluktuation gering ist. Und auch für die Führung, weil der Fisch vom Kopf zu stinken beginnt."
Fink warf seinerzeit freiwillig das Handtuch, weil er ein anderes Konzept verwirklichen wollte als den Kurbetrieb. Kurioserweise landete er im Kurzentrum Bad Traunstein im Waldviertel und baute dieses in den vergangenen Jahren von der Planung weg auf. "Nach drei Jahren funktioniert es, jetzt braucht es jemanden, der für die Verwaltung zuständig ist", begründet Fink, warum er wieder zu neuen Ufern aufbricht. "Ich habe eine Unternehmensberatungsfirma gegründet und möchte mehrere kleinere Projekte begleiten. Wenn ein Größeres kommt, bin ich auch nicht abgeneigt."
In seine "alte Heimat" zieht es Fink immer wieder: "Wenn es sich irgendwie ausgeht, komme ich immer zum Lipizzanerheimatlauf. Ich habe Adi Kern versprochen, auch heuer aktiv mitzumachen, wenn ich nicht gerade irgendwo in Asien bin." Auch für die Therme sieht Fink alles rosig: "Die schwierigen Jahre sind vorbei. Als Gast bin ich rundum zufrieden, es ist schön zurückzukehren, und viele Leute wiederzutreffen." Fink ist absolut überzeugt, dass der touristische Weg, der in der Region eingeschlagen wurde, der richtige ist. "Und ich bin erfreut, dass es mit dem Kraftwerk nichts wird, dagegen hätte ich mich noch aktiv eingebracht."








