"Köflach wäre miserabel"
Gestern nutzten viele Gradener die Chance darüber abzustimmen, ob ihre Gemeinde mit anderen zusammengelegt werden soll.

Foto © Andrea KratzerGemeinderat Georg Hiebler und Gemeindekassier Alfred Schlatzer aus Graden mit dem Formular für die Volksbefragung
Die Eigenständigkeit soll erhalten bleiben. Hier ist noch alles persönlich", sagt ein Gradener, schnappt sich den Kugelschreiber, macht beim Nein ein Kreuzerl und wirft seinen Stimmzettel in die Urne. "Köflach wäre das Miserabelste, was uns passieren könnte", schimpft ein anderer, es gehe um das Ortsleben. Auch Johann Annavit, der gestern mit Gattin Sigrid zur vorgezogenen Stimmabgabe ins Gradener Gemeindeamt gekommen ist, hat die Frage "Soll Graden mit anderen Gemeinden zusammengelegt werden, sodass wir als Gemeinde unsere Eigenständigkeit verlieren?" rasch beantwortet. Man solle jede Möglichkeit nutzen, um die Eigenständigkeit zu bewahren. Noch vor Mittag haben bereits 40 von 433 Stimmberechtigten unterschrieben. Den Kommentaren nach kann man sich vorstellen, wie das Ergebnis ausfallen wird. "Bei Nationalrats- oder Landtagswahlen haben wir normalerweise um diese Zeit 17, 18 Stimmen", so Gemeindekassier Alfred Schlatzer und Gemeinderat Georg Hiebler. Demonstrativ kreuzt auch Amtsleiter Berndt Jandl das Nein-Kästchen an.
Morgen, Sonntag, wird die Volksbefragung noch von 8 bis 12 Uhr fortgesetzt, dann wird gezählt. "Bei einem Ja werden wir Verhandlungen mit den umliegenden Gemeinden aufnehmen. Und bei einem Nein fahren wir zu Franz Voves und Hermann Schützenhöfer, präsentieren ihnen das Ergebnis schwarz auf weiß und hoffen, dass sie zu ihrem Wort stehen und nicht Drüberfahren."








