Serien-Aus trifft den Tourismus hart
Keine zweite Staffel von "Glück dieser Erde": Steiermark-Tourismus-Chef ist enttäuscht. Die Serie brachte spürbar mehr Gäste nach Piber.

Foto © Andrea KratzerIn Hauptrollen waren Filmbruder Christoph von Friedl und Eva Herzig als Gestütsleiterin zu sehen
Die Lipizzaner-TV-Serie "Das Glück dieser Erde" wird nicht fortgesetzt. Die Kleine Zeitung berichtete vorab, am Freitag bestätigte der ORF: Es wird keine zweite Staffel aus Piber geben, da die Serie (ORF, ARD) hinter den Zusehererwartungen geblieben sei. Kein Geheimnis ist, dass primär die deutschen Partner Probleme mit Budgets und Überproduktion haben.
Besucheranstieg
So oder so: Georg Bliem, Chef des Steiermark Tourismus, ist "enttäuscht. Die Serie ist gut gelaufen, die Steiermark war als Absender klar erkennbar." In Österreich hatten die Folgen einen Marktanteil zwischen 19 und 23 Prozent, in Deutschland waren es zwischen 13 und 19 Prozent. Infolge verzeichnete das Bundesgestüt Piber einen Besucheranstieg von bis zu 30 Prozent, die Nächtigungen in der Region stiegen um bis zu zehn Prozent. "Der Steiermark-Effekt war hoch", meint Bliem. Die Förderung (rund 640.00 Euro) lohnte sich. Umso härter trifft die Touristiker, dass Eva Herzig & Co. nicht mehr in der Lipizzanerheimat im Scheinwerferlicht stehen werden. "Eine Fortsetzung hätte Piber gut getan."
Freilich: Die Region werde nicht in ein Loch fallen. In den Folgejahren könnte sich das Serien-Aus aber bemerkbar machen. Daher wollen Steiermark Tourismus und Filmförderstelle Cinestyria versuchen, eine Fortsetzung für 2013 zu erreichen. Warum nicht eine neue Serie aus der Steiermark? Das ist schwierig. Die Lipizzaner-Serie hatte sechs Jahre Vorlaufzeit.











