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Zuletzt aktualisiert: 02.07.2011 um 18:51 UhrKommentare

"Spinner gibt es da wie dort"

Norbert Rier, musikalisches Zugpferd" der "Kastelruther" beim Fachsimpeln im Lipizzanergestüt Piber: Der Vollblut-Musiker ist auch ein anerkannter Haflinger-Züchter.

Keine Probleme im Umgang mit dem Lipizzanerhengst: Norbert Rier von den Kastelruther Spatzen

Foto © KRATZER Keine Probleme im Umgang mit dem Lipizzanerhengst: Norbert Rier von den Kastelruther Spatzen

Und die Ohren müssen gespitzt sein, das ist wichtig, sonst ist das Foto nichts wert", gibt Norbert Rier einem Fotografen Tipps. Rier, das musikalische "Zugpferd" der Kastelruther Spatzen, war gestern nach dem Konzert der "Band für Steiermark" in Piberstein auf Besuch bei den touristischen Zugpferden der Region: Bei den Lipizzanern in Piber. "Das klingt nach einer guten Linie und ist eine ganz harte Schule", so der Pferdeexperte, der selbst erfolgreich Haflinger züchtet, zu Obergestütsmeister Harald Neukam, der ebenfalls acht Haflinger im Stall hat.

Gaby und Peter Wessely aus Wien, bekannte Liedtexter aus der Schlager- und Volksmusik, die den Südtiroler bei seiner Exklusivführung im Lipizzanergestüt begleiten, verstehen nur Bahnhof, wenn Rier und Neukam fachsimpeln. Die Pferdeexperten sind sich einig, dass die Alpung das Wichtigste sei. "Da werden sie trittsicher", so der "Ober-Spatz", der seine Vierbeiner auf die Seiser-Alm in Südtirol auf Sommerfrische schickt.

Bei der Präsentation einiger Hengste im Innenhof nimmt der mit mehr als 100 Goldenen Schallplatten überhäufte Rier die Zügel straff in die Hand. Neukam bietet dem Südtiroler jederzeit einen Job in Piber an. Noch lieber wäre ihm allerdings, wenn der Schlagerstar mit den "Kastelruthern" eine Patenschaft für ein Fohlen übernehmen würde. "Euer Schild würde gut auf die Ehrentafel passen", wirbt Neukam. "Da muss ich vorher noch mit meinen Mandern reden", will Rier keinen Alleingang wagen. Ohne Bedenken setzt er sein Autogramm auf die Platzwahl- Liste der Kleinen Zeitung und unterschreibt für das Lipizzanergestüt Piber als schönstes steirisches Ausflugsziel. "Es ist wirklich schön hier", schwärmt Rier, der auch gern auf den Schihängen "als Pistenrowdy" unterwegs ist. Das liegt in der Familie: Norbert Rier ist der Onkel von den Schistars Denise Karbon und Peter Fill.

Rier erfährt auch, was einen waschechten Steirer ausmacht: "Schau, dieser Hengst ist ein richtiger Steirer, der hat einen Kropf", scherzt Neukam. Beide Pferdeliebhaber sind sich übrigens einig, dass der Unterschied zwischen Lipizzanern und Haflingern nicht so groß ist. "Außer der Farbe gibt es nicht viel. Beide haben einen guten Charakter und Spinner gibt es da wie dort."

ANDREA KRATZER

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