Wertvolle Exponate aus dem "Paradies"
Mythische Kunstwerke der "Phantastischen Realisten" Schloss in Piber: Die teuerste Ausstellung, die je in der Region zu sehen war, wird am Freitag, dem 17. Juni, eröffnet.

Foto © KratzerGeorg Jandl, Bernhard Graf und Heinz Bozic laden ein
Noch ist weder etwas Mythisches noch etwas Mystisches zu entdecken: Die Mitarbeiter und Verantwortlichen des Vereins Styrian Art (StArt) aus Köflach sind gerade dabei, auf einem wuchtigen Tisch die Bilder aus den Plastikfolien auszuwickeln, in denen sie sorgsam verpackt waren. Dazu werden sogar Schutzhandschuhe verwendet, um den Exponaten keinen Schaden zuzufügen. Schließlich soll aus den 70 Kunstwerken die teuerste Ausstellung entstehen, die jemals in der Lipizzanerheimat zu sehen war.
"Zahlen möchte ich aber keine nennen. In der Galerie Piber Modern präsentieren wir ab 17. Juni die Ausstellung ,Mythisch!", schildert Georg Jandl von "StArt", der gemeinsam mit Bernhard Graf die fast undankbare Aufgabe hatte, die Bilder aus dem Fundus der Wiener Infeld-Stiftung auszuwählen.
Paradies
"Wir waren in der Rue de la Gack, weil wir nicht wussten, was wir nehmen sollen aus 200 Ernst Fuchs-Werken oder Hunderten Originalen von Arik Brauer. Nein im Ernst, wir fühlten uns beim Aussuchen wie im Paradies", schwärmt Jandl über die großartigen Kunstschätze, die er in Wien zu Gesicht bekam. Die Infeld-Stiftung umfasst nämlich rund 12.000 Kunstwerke. Peter Infeld war einer der größten privaten Kunstsammler Österreichs, der seit Mitte der Sechzigerjahre des vorigen Jahrhunderts hauptsächlich moderne und zeitgenössische Kunst zusammengetragen hat. Das hat bei den Styrian Art-Verantwortlichen gleich Appetit auf mehr gemacht.
"Es wäre durchaus denkbar, dass wir regelmäßig derartige Ausstellungen im Schloss Piber zeigen, allerdings benötigen wir jemanden, der uns finanziell unterstützt. Beispielsweise das Land oder Sponsoren", meinen Jandl und Bozic. Schließlich sind teure Auflagen zu erfüllen und Versicherungsprämien zu berappen, damit man solche wertvollen Bilder bekommt und mit einer Spezialspedition anliefern lassen kann. Was den beiden vorschwebt, wäre eine Schau mit Pop-Art-Exponaten wie beispielsweise von Andy Warhol.
Einige Hundertwasser stehen bereits auf dem Boden, sie werden nun aufgehängt und verschönern bis 1. November die Wände der Schlossgalerie. Zwei Helfer plagen sich mit einem großen Bild, das von Wolfgang Hutter für eine Theateraufführung angefertigt wurde. Auch dafür wird der passende Platz gefunden.
Rechtzeitig zur Eröffnung wurde auch ein Ausstellungskatalog fertig, der von den Besuchern erworben werden kann, zudem sind Plakate zu haben.
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FAKTEN
Barockschloss. Am Freitag, dem 17. Juni, laden die Verantwortlichen des Vereins Styrian Art zur Eröffnung der Ausstellung "Mythisch" ins Barockschloss in Piber.
Kunstwerke. Zu sehen sind rund 70 Werke der Künstler Arik Brauer, Ernst Fuchs, Friedensreich Hundertwasser, Wolfgang Hutter und Anton Lehmden.
Kooperation. Zustande kam die Schau durch eine Kooperation mit der Spanischen Hofreitschule und der Peter Infeld-Privatstiftung in Wien.
Täglich. Zu sehen ist die Ausstellung täglich bis zum 1. November jeweils in der Zeit von 9.30 Uhr bis 17 Uhr.
Eintritt. Der Eintritt bei der Eröffnung ist frei, danach kostet er drei Euro.








