Nur das Krankenhaus war "gefälscht"
So viel Spaß wie bei den Dreharbeiten hatten die Komparsen auch beim "Public Viewing" im Volksheim in Köflach. Die erste Folge "Das Glück dieser Erde" wurde gemeinsam bejubelt.

Foto © Andrea KratzerEva Herzig - im Bild mit Julia Cencig - begeisterte die Zuschauer in der ersten Folge
Bereits um 19.30 Uhr ist das Volksheim in Köflach gut gefüllt. Aufgeregtes Stimmengemurmel, während Werbung über die Großleinwand flimmert. Glücklicherweise ohne Ton. Mehr als hundert Komparsen haben sich zum Stelldichein eingefunden, um die erste Folge von "Das Glück dieser Erde" gemeinsam zu genießen. Und zwar auf Einladung der Verantwortlichen der Stadtgemeinde Köflach.
Einer, der bereits seit fast acht Jahren auf diesen Tag wartet, ist Citymanager Kurt Riemer. Er war das "Mädchen für alles", der das Filmprojekt von der ersten Idee, über die Suche nach den Drehorten bis hin zur Erfüllung aller Wünsche der Filmcrew von Satel begleitete. "2003 nach Ende der Landesausstellung haben wir mit den Vorbereitungen begonnen", schmunzelt Riemer.
Getränke werden serviert, Erfahrungen beim Mitspielen ausgetauscht und Interviews für den ORF gegeben. Eine, die alle kennt, ist die Köflacherin Monika Mitterhumer, die als "gute Fee", die Statisten von der Kleiderwahl bis zur Auszahlung der Gage betreut hat. "Insgesamt vergaben wir 900 Komparsenrollen, wobei Mehrfachbesetzungen vorgekommen sind."
Die Zeiger der Uhr rücken vor und nähern sich der besten Sendezeit: Bürgermeister Wilhelm Zagler greift zum Mikrofon und begrüßt seine Gäste: "Indirekt habe ich auch mitgemacht. In meinem Haus wurden Dreharbeiten durchgeführt. Zwei Tage musste ich fast ausziehen", verrät er seinen Bezug zur "Glücks-Serie". Blitzartig wird es ruhig, als der Ton angeht und die ersten Bilder, gesponsert vom "Tourismusverband Lipizzanerheimat", zu sehen sind; und schon läuft auch der Vorspann mit wunderschönen Aufnahmen der Lipizzaner und vom Schloss in Piber.
Hauptdarstellerin Eva Herzig und die weiteren Schauspieler ziehen die Zuschauer die nächsten 50 Minuten in ihren Bann. Finanzielle Probleme im Gestüt, Kostenberechnungen, müssen Mitarbeiter entlassen werden? Einige Filmszenen scheinen sehr realistisch zu sein. Dann der folgenschwere Unfall und Aufnahmen vom "gefälschten" Köflacher Krankenhaus, die zum Schmunzeln bringen. Alle anderen Kulissen sind echt.
Tosender Applaus am Ende: "Super und jetzt kommen noch zwölf Folgen", freuen sich die meisten auf mehr "Glück" aus der Lipizzanerheimat. Und würden auch für eine zweite Staffel zur Verfügung stehen . . .










