"Werde im Gemeinderat bleiben"
In der Stadtgemeinde Köflach legte SP-Gemeinderat Christopher Suppan sein Parteibuch zurück.
KÖFLACH. Unruhe herrscht zu Jahresbeginn innerhalb der Köflacher SPÖ. Gemeinderat Christopher Suppan legte sein Parteibuch sowie den Vorsitz als Bezirksvorsitzender der Jungen Generation zurück. "Der Auslöser dafür waren interne Probleme, jede Stadtparteivorstandssitzung wurde für mich zum Hürdenlauf. Zum Schluss hat sich das sogar negativ auf meine Gesundheit ausgewirkt", erklärt Suppan, der darüber hinaus vermutet, dass im Rahmen der Gemeinderatswahlen sein Plakat von den eigenen Parteikollegen mit Eiern beworfen worden ist. "Ich habe damals sofort Anzeige erstattet", so Suppan.
Mit seinem Austritt wird es auch zur Auflösung der Jungen Generation in Köflach kommen. "Insgesamt haben sich meiner Entscheidung 50 Mitglieder angeschlossen, meines Wissens nach gibt es niemanden, der in meine Fußstapfen treten möchte", ergänzt Suppan. Doch komplett das Handtuch zu werfen komme für ihn nicht infrage. "Ich werde im Gemeinderat bleiben, vorerst als fraktionsloser Abgeordneter. Aber auf längere Sicht werde ich eine eigene linke Partei gründen und bei der nächsten Wahl antreten", berichtet Suppan und ergänzt: "Ich kann mich mit der heutigen SPÖ nicht mehr identifizieren." Wichtige Ziele für die Zukunft sind für Suppan ein Sozialmarkt und ein Jugendzentrum. Enttäuscht zeigt er sich von Bürgermeister Wilhelm Zagler: "Von ihm habe ich mir mehr Unterstützung erwartet."
Zagler kann die Vorgehensweise Suppans indes nicht nachvollziehen. "Ich habe ihm bereits vor Weihnachten noch ein Gespräch angeboten, mehrere Versuche meinerseits, ihn zu erreichen, sind allerdings gescheitert", berichtet der Bürgermeister, der die Entscheidung des jungen Gemeinderates akzeptiert. "Der Austritt kam zwar überraschend. Aber es ist seine freie Entscheidung gewesen, er wird sicher gründlich über diesen Schritt nachgedacht haben", ist Bürgermeister Wilhelm Zagler überzeugt. CHRISTIANE FRÜHWIRTH









