Viel Glück mit Glas und flotten Ideen
Stölzle Oberglas produziert in Köflach Glasflaschen für Kosmetik, Pharmaindustrie und spielt auch mit dem Luxus.

Foto © KANIZAJ In Köflach werden 720 verschiedene Flaschenarten gepresst
Das abgelaufene Jahr hat die Stölzle-Glasgruppe in Köflach und Bärnbach zielstrebig genutzt, für Ausbau und Modernisierung. "Damit haben wir die Grundlage geschaffen, dass wir gut für den sich abzeichnenden Wirtschaftsaufschwung gerüstet sind", erklärt Vorstandschef Johannes Schick. Die Zielmarken sind gesetzt: 2009, im Krisenjahr, lag der Umsatz bei 140 Millionen Euro, im "guten Jahr" 2008 waren es zum Vergleich 144 Millionen. Die Krise hat bei Stölzle nicht wirklich zugeschlagen. 2010 liegt der Umsatz auf 150 Millionen, bis 2012 sind 200 Millionen geplant.
Das geht nicht von allein. Nach zwei bis drei Jahren müssten neue Produkte eingeführt werden, um den Umsatz zu halten, weiß Finanzchef Bernhard Karrer. Die Steigerung kommt aus noch mehr Ideen. Wie etwa einer speziell für einen Wodkalieferanten entworfenen dreieckigen Flasche, die, sagt Schick, "der Molekularstruktur des Wodkas" nachempfunden ist. Diese Flasche gibt es auch "superteuer" mit Swarovsky-Steinen besetzt.
Mehr als die Hälfte des Umsatzes stammt aus dem Pharmageschäft, eher mit Massenware. 40 Prozent steuert das Segment Prestige/Beauty bei, Verpackungen für Luxusspirituosen, Parfum, Kosmetik, Gewürzgläser oder die Bierkrüge für das Münchner Oktoberfest. Heuer erhielt Stölzle den Deutschen Verpackungspreis für Design und Innovation.
In der Stölzle-Gruppe werden mehr als zwei Milliarden Glasflaschen pro Jahr hergestellt, in Köflach sind es davon 1,2 Milliarden. Was die Bedeutung des Standorts unterstreicht, meint Werksleiter Wilfried Lenk. Die Glasproduktion, so Schick, ist "investitionsintensiv". In Köflach flossen zehn Millionen Euro u. a. in eine Produktionslinie. So baut Stölzle seine Marktposition in der EU, in Osteuropa aus, die USA und Kanada werden immer wichtiger im Absatz.









