Der Babyschutz ist vorbei
Das Kleine Zeitung-Patenfohlen Conversano Spadiglia verbringt auf der Außenstation "Wilhelm" des Bundesgestüts Piber seine Kindheit.
Es ist ein traumhafter Wintertag, auf der großen Wiese glitzert der Schnee in der Sonne. Noch ist es ruhig in der Außenstation "Wilhelm" des Bundesgestüts Piber, wo insgesamt 53 Junghengste, darunter auch das Kleine Zeitung-Patenfohlen Conversano Spadiglia, untergebracht sind.
Kürzlich wurde der junge Lipizzaner, wie es in seinem Alter üblich ist, von seiner Mutter getrennt. "Er hat sich schnell in seine neue Herde, die aus ein-, zwei- und dreijährigen Hengsten besteht, eingelebt. Teilweise setzt er sich sogar schon ganz gut gegen seine älteren Kollegen durch", weiß Stationsleiter Peter Schützinger. Um 6.30 Uhr ist für die Pferde Tagwache, nach dem Kraftfutter steht die tägliche Pflege auf dem Programm. "Es ist wichtig, dass sich die Jungen schnell an den Menschen gewöhnen und überall angreifen lassen", erklärt Schützinger.
Danach dürfen die Pferdekinder dann endlich auf die Koppel, ungestüm galoppieren sie über die große schneebedeckte Wiese. "Dort spielen sie den ganz Tag miteinander, teilweise raufen sie auch, wir richtige Buben halt. Aber das ist absolut ungefährlich", berichtet Schützinger, der stets ein wachsames Auge auf seine vierbeinigen Schützlinge hat. Seit seiner Geburt am 17. Jänner 2010 ist das Patenfohlen, das den Spitznamen "Der Kleine Redakteur" trägt, ordentlich angewachsen. "Er fällt vor allem durch seine spezielle Fellfärbung auf, die Beine sind dunkel, der Rest schon recht hell", erklärt Stationsleiter Peter Schützinger und ergänzt: "Bis er ganz weiß wird, kann es allerdings maximal bis zu zwölf Jahre dauern."
Die Chancen, dass das Kleine Zeitung-Patenfohlen einmal in der Wiener Hofreitschule zu sehen ist, stehen jedenfalls gut. "Er ist schon jetzt sehr gelehrig, aber die kommenden Jahre darf er seine Kindheit in Piber und auf der Alm genießen", so Schützinger.










