Edeläpfel von den Elitepferden
In Piber wurde das Projekt eines Biogaskraftwerkes vorgestellt, das von 60 Landwirten und dem Gestüt mit Gülle versorgt wird, wenn alle Genehmigungen vorhanden sind.
Zu einem pompösen Spatenstich mit hochkarätigen Gästen wurde gestern in das Lipizzanergestüt Piber geladen, weil dort bis Frühjahr 2011 ein Biogaskraftwerk von der Firma "Grünkraft" errichtet werden soll, in dem Gülle von 60 Bauern aus der Region und Pferdemist aus Piber in umweltfreundlichen Strom und Abwärme umgewandelt werden soll.
"Ich glaube, dass dieses Projekt von großem Erfolg begleitet sein wird", meinte Generaldirektorin Elisabeth Gürtler. Landesrat Hans Seitinger sprach sogar von einer Sache, "die möglicherweise weltweit Aufsehen erregen wird", wenn aus Mist der Elitepferde Energie entstehe. "Damit setzt man ein klares Signal, dass Piber Zukunft hat. Dafür haben wir gekämpft und werden es weiter tun", so Seitinger.
Minister Nikolaus Berlakovich betonte, man sei auf dem richtigen Weg. "Was hat Pakistan mit Piber zu tun? Die Antwort auf die Probleme. Die Hochwässer zeigen, wir haben einen Klimawandel. Wir sollten nicht zittern vor den Folgen, sondern die Chance sehen und in Richtung grüne Energie gehen."
Grünkraft-Geschäftsführer Andreas Ausserhofer schilderte, dass durch die erzeugte Energie 50.000 Liter Heizöl eingespart und 720 Haushalte mit Strom versorgt werden können. Zum frühen Spatenstich ohne Genehmigungen meinte Ausserhofer: "Weil der Anruf aus dem Ministerium kam. Das Widmungsverfahren ist im Großen und Ganzen durch, es hat keine Einsprüche gegeben. Wir arbeiten mit einem absolut geschlossenen System und werden alle Auflagen, die wir bekommen, erfüllen."
Warum das Werk im Bereich des alten Kuhstalles errichtet wird, habe damit zu tun, dass dort der Anschluss an das Stromsystem vorhanden sei und "wir nicht weit weg von den Verbrauchern sind. Wir möchten sogar ein Schaukraftwerk machen und es in den Besucherbetrieb integrieren", so Ausserhofer. Auch mit der Güllelagerung im Winter werde es keine Probleme geben. Man biete einen Puffer für Landwirte, die selbst zu wenig Platz haben.
Features
BIOGASKRAFTWERK
Strom. Geplant ist die Errichtung eines Biokraftwerks am Fuße des Gestüts, mit dem bei voller Leistung Strom für 722 Haushalte erzeugt wird.
Landwirte. 60 Landwirte sollen ihre Gülle liefern, zudem wird der Pferdemist aus Piber ökologisch verwertet.
Betreiber. Betreiber ist die Firma "Grünkraft" aus Vasoldsberg, die das Grundstück vom Bundesgestüt Piber pachtet.
Genehmigungen. Sind noch ausständig.







