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Zuletzt aktualisiert: 24.07.2010 um 20:16 UhrKommentare

Im Tandem durch die Reithalle wirbeln

Frischen Wind bringen die Lipizzaner aus Piber in die Spanische Hofreitschule: Vier Wochen lang lockt "Piber meets Vienna" Touristen in den Hof der Stallburg oder in die Vorführungen.

Die Kaiserquadrille mit einem Vierspänner und zwei Reitern bildet den würdigen Abschluss

Foto © Spanische HofreitschuleDie Kaiserquadrille mit einem Vierspänner und zwei Reitern bildet den würdigen Abschluss

Die Hitze der Stadt" besang schon Rainhard Fendrich in seinem Lied "Oben ohne". Mit "Oben ohne" geht aber rein gar nichts, wenn Obergestütsmeister Leo Weiß und sein Team aus Piber in der Spanischen Hofreitschule bei "Piber meets Vienna" den Besuchern ein hochkarätiges Programm bieten.

"Wir schwitzen in der Stadt", schmunzelt Weiß, weil die "Piberianer" nicht in der Badehose, sondern in ihren schmucken, aber nicht kühlen Uniformen vor das Publikum treten. Weiß logiert mit einem insgesamt achtköpfigen Team aus dem weststeirischen Bundesgestüt in der Stallburg in Wien. "Mit haben wir noch sechs Mutterstuten mit den jüngsten Fohlen. Darunter drei Mädchen und drei Buben, zudem sechs dreijährige Junghengste, die von der Alm geholt wurden sowie Fahr- und Reitpferde", schildert Weiß, mit welch aufwendigem Equipment die Touristen in Wien beglückt werden.

Es ist bereits Tradition, dass in den Sommerferien der Hengste, die derzeit in Wetzdorf in Niederösterreich ausspannen, Piber den Ton in der "Spanischen" angibt.

"Heuer bleiben wir erstmals sogar vier Wochen, weil das Programm bei den Besuchern so gut ankommt", verrät Weiß. Täglich außer montags findet um 11 Uhr eine einstündige Vorführung statt, die fünf sehenswerte Programmpunkte bietet.

Tandem

Besonders gut kommen die ungestümen Fohlen mit ihren Müttern an, aber auch die "Jungen Wilden", also die dreijährigen Hengste bringen ordentlich Leben in die ehrwürdige Reithalle, wenn sie sich so richtig austoben dürfen.

Danach begeistern die Kutschenfahrer, die sogar das schwierige Kunststück der Anspannung im Tandem zeigen. Die Zugpferde stehen dabei nicht neben-, sondern hintereinander. Früher fuhr man auf solche Weise auf Jagden. Den krönenden Abschluss bildet die Kaiserquadrille - diese Lektion, die als Königsklasse der Gespannfahrer gilt, wird vierspännig gefahren und von zwei Reitern in ihren traditionellen Uniformen aus Piber begleitet.

"Unsere Pferde fühlen sich wohl hier und warm haben sie es auf der Alm auch", meint Weiß, der darauf hofft, dass die Besucher Lust auf einen Abstecher nach Piber bekommen, wenn sie dieses anspruchsvolle Programm sehen. Ähnlich sieht das Generaldirektorin Elisabeth Gürtler. "Unser jährliches Sommerprogramm bietet die einmalige Gelegenheit, einen Eindruck vom Lipizzanergestüt Piber und unseren wertvollen Mutterstuten und Fohlen zu gewinnen."

Zusätzlich zu den Vorführungen sind die Lipizzaner abends kostenlos im "grünen Kinderzimmer", einer 400 Quadratmeter großen gesponserten Wiese, im Hof der Stallburg in Wien zu bewundern (www.srs.at).

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