Comeback nach drei Schicksalsschlägen
Andreas Zehrer musste sein Olympia-Pferd vor seinem Comeback einschläfern lassen.
REITSPORT. Eigentlich wollte Andreas Zehrer am vergangenen Wochenende im italienischen Udine die Konkurrenz in der Vielseitigkeit mit seinem Comeback überraschen. Zuletzt saß der Köflacher vor fünf Jahren wettkampfmäßig im Sattel, abgesehen von kleineren Spring-Prüfungen. Und damals, in Pardubice (Tschechien), passierte der fatale Unfall. Zehrer brach sich zwei Halswirbel und musste lange Zeit um seine Gesundheit zittern. "Der Reitsport ist für mich schnell in den Hintergrund gerückt. Ich wollte nur nicht im Rollstuhl landen", erinnert sich Zehrer an diese bangen Momente zurück.
Heute ist alles gut überstanden und die Frohnatur blickt längst wieder optimistisch nach vorne. Der erste Comeback-Versuch wurde jedoch von einer Hufentzündung seines Vierbeiners "Cividale" durchkreuzt. "Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben", meinte Zehrer schmunzelnd, ehe der nächste Schicksalsschlag bevorstand. Am Montag musste er sein ehemaliges Erfolgspferd "Rämmi Dämmi" im Alter von 21 Jahren "erlösen". "Der Tierarzt hat gemeint, es wäre jetzt wohl besser, Abschied zu nehmen", sagt Zehrer, der seinen "Rämmi" 2005 in Frühpension schickte.
In Erinnerung bleiben unzählige gemeinsame Erfolge, unter anderem zwei Staatsmeistertitel, EM- und WM-Teilnahmen sowie der Auftritt bei den olympischen Spielen in Athen 2004. "Wenigstens hatte er einen schönen Lebensabend", tröstet sich Zehrer. An der Rückkehr in den Vielseitigkeitszirkus gibt es nichts zu rütteln. Zwei Termine stehen zur Auswahl: Entweder das Turnier Ende August in Aspang oder Anfang September in Grünberg. JÜRGEN PAURITSCH








