Teure Rösser: Neuerlich 780.000 Euro für Lipizzaner
Das Landwirtschaftsministerium hat für die Spanische Hofreitschule in Wien bzw. das Bundesgestüt Piber in der Weststeiermark neuerlich eine fürstliche Zuchtförderung zugesagt. Momentan stoßen die Edel-Pferde beim Besucher auf wenig Interesse.

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Das Landwirtschaftsministerium hat für die Spanische Hofreitschule in Wien bzw. das Bundesgestüt Piber in der Weststeiermark neuerlich 780.000 Euro Zuchtförderung zugesagt. Das sagte Barbara Sommersacher, Sprecherin des Traditionsunternehmens, am Donnerstag und präzisierte damit Medienberichte. Schon für 2009 sei ein Betrag in der gleichen Höhe ausbezahlt worden.
Es handle sich dabei um eine Förderung für die Zucht gefährdeter Tierrassen und speziell Haustierrassen, erläuterte Sommersacher. Der weltweite Bestand an Lipizzanern umfasse maximal 5.000 Tiere. "Wir haben den gesetzlichen Auftrag, die Rasse zu erhalten. Das geschieht in Piber", sagte die Sprecherin. Im Bundesgestüt gibt es 70 Zuchtstuten, inklusive Fohlen und ein- bis dreijährigen Pferden leben dort 250 Tiere, ein kostendeckender Betrieb ist nicht möglich. Im Jahr kommen knapp 60.000 Besucher, die im Schnitt vier bis fünf Euro pro Person für den Eintritt zahlen. Der Betrieb des Gestüts kostet pro Tag 10.000 Euro.
Für 2010 befürchtet die Hofreitschule einen Abgang von einer Million Euro, nachdem das Defizit in den vergangenen Jahren gesenkt worden war, sagte Sommersacher. Das Minus 2,5 Millionen von 2007 wurde im Jahr darauf halbiert, 2009 fehlten unterm Strich knapp 300.000 Euro. Zur positiven Entwicklung trugen unter anderem eine Deutschland-Tournee und das Florieren des Souvenirshops bei.
Das laufende Jahr sei eher schwierig - Wirtschaftskrise, Pferdehusten und Vulkanasche wirkten sich auf die Einnahmen aus: Eine für den Herbst geplante USA-Tournee sei vom amerikanischen Veranstalter aus wirtschaftlichen Gründen abgesagt worden, erklärte Sommersacher. Im März litt ein Teil des "weißen Balletts" unter Husten, so dass Vorstellungen entfielen, und dann bremste die Vulkanasche Luftverkehr und Touristenstrom. Das bedeutete 300.000 Euro weniger Einnahmen.








