Persönlicher Erfolg steht nun hinten an
Deutschland-Legionär Jürgen Steinscherer hat dazu gelernt. Er will bei Lok Pirna bleiben.
HANDBALL. Jürgen Steinscherer lebt derzeit seinen Traum als Handballprofi in Deutschland. Beim Heimaturlaub in der Weststeiermark sprach er mit der Kleinen Zeitung über die Zukunftspläne in der dritten deutschen Liga.
Herr Steinscherer, Sie waren zuletzt bei den Spielen ihres Stammvereins, Bärnbach/Köflach, anzutreffen. Zieht es Sie in die Heimat zurück?
JÜRGEN STEINSCHERER: Nein, derzeit nicht. Ich will meinem Verein in Deutschland, Lokomotive Pirna, treu bleiben. Ich fühle mich dort wohl und lebe quasi meinen Traum als Handballprofi. Meine Familie steht auch voll hinter mir. Sie kommen mich öfters besuchen und unterstützen mich, wo es nur geht.
Machen Sie sich eigentlich Gedanken über Ihre Zukunft, Sie spielen "nur" in der dritten Liga? Haben Sie so etwas wie eine Karriereplanung gemacht?
STEINSCHERER: Natürlich macht man sich so seine Gedanken. Die erste deutsche Liga ist für jeden Handballer das erklärte Ziel. Ich bleibe jedoch realistisch und sehe mich in den nächsten zwei, drei Jahren eher in der zweiten deutschen Liga Fuß fassen.
Ihnen wird nachgesagt, Sie seien ein schwieriger Charakter. Hat sich dies geändert?
STEINSCHERER: Ich denke, man sollte jedem Menschen eine zweite Chance geben. Ich bin 23 Jahre alt und als Mannschaftsspieler sicher gereift. Mein persönlicher Erfolg steht nun hinten an, Klubinteressen haben Priorität.
Wann fällt in Pirna der Startschuss für die Vorbereitung?
STEINSCHERER: Am 7. Juni beginnen wir zu trainieren und am 30. Juli haben wir ein Testspiel gegen den HSV in Dresden. 3500 Zuseher werden in der Margon-Arena erwartet, darauf freue ich mich riesig. INTERVIEW: JÜRGEN PAURITSCH








