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Zuletzt aktualisiert: 22.05.2010 um 20:30 UhrKommentare

Ordnung in der Seele machen

"Orte des Glaubens - Orte der Kraft": Lieder, Texte, Erzählungen und Augenblicke der Stille während einer besinnlichen Wanderung.

Der Köflacher Adolf Erlbäck erinnert sich an einen Bankdirektor, der nach einer Wanderung schwer beeindruckt war und sich für das besondere Erlebnis bedankt hat: "Ich bin froh, dass ich mitgegangen bin. Es hat sich bei mir wirklich etwas zum Positiven verändert", hat der Kurgast zu Erlbäck gesagt.

Das war vor zwei Jahren, heuer sollen die Fußmärsche zu "Orten des Glaubens" wiederbelebt werden. "Schau'n wir einmal, wie sie angenommen werden", meint Elisabeth Spreitzhofer, Pastorale Regionalassistentin. Sie wird, wie Erlbäck, bei den Wanderungen mitmachen und "geistliche Impulse" geben, als da sind: "medidative Texte, kurze Liedrufe".

Gestartet wird bei der Kardinal König-Gedchtniskapelle am Dechantteich in Köflach (siehe Infobox). "Ich werde erzählen, wie sie zu ihrem Namen gekommen ist", so Erlbäck. Außerdem will er während des Gehens schildern, wie das einst war, als der Bergbau den Bezirk geprägt hat. "Ein Kumpel hat sich auf den anderen verlassen können, gleichgültig, ob es sich um einen Wassereinbruch oder ein Schlagwetter gehandelt hat", so Erlbäck. "Deshalb kommt der ,klasse Kumpel' im alltäglichen Sprachgebrauch auch immer noch vor."

Sorgen

Der Köflacher führt die Wanderer von Köflach nach Bärnbach auf den Heiligen Berg: "Dort besteht die Möglichkeit, man mit Schwester Raphaela über das Leben im Kloster zu sprechen." Wer mit einem bestimmten Problem nicht fertig wird, kann sein Anliegen ebenfalls vortragen und die Schwestern "nehmen es in ihre Gebete auf", so Erlbäck.

Vom Heiligen Berg wird dann weiter zur Barbarakirche in Bärnbach gewandert. Und nach rund drei Stunden Fußmarsch kommt man bei der Pfarrkirche in Piber an .

"Es soll dabei etwas in Bewegung kommen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum so viele auf dem Jakobsweg unterwegs sind und das Pilgern wieder modern geworden ist", meint Erlbäck.

"Wichtig wäre es, ein wenig unter die Oberfläche zu blicken", erklärt der Köflacher, der sich wünscht, dass die Teilnehmer, während sie einen Fuß vor den anderen setzen, nach Innen schauen. "Das war nämlich auch ein Anliegen von Pfarrer Sebastian Kneipp, der nach eigenen Angaben erst Erfolg hatte, nachdem es ihm gelungen ist, die Seelen seiner Patienten in Ordnung zu bringen."

LYDIA LASUTSCHENKO

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