Die Mannschaft hat Charakter gezeigt
Nach der 21:22-Niederlage gegen Westwien lobt Obmann Gerhard Langmann das HSG-Team.
HANDBALL. Gäbe es so etwas wie Gerechtigkeit im Spitzensport, dann hätte Bärnbach/Köflach im Topspiel der neunten Runde im HLA-Aufstieg-Play-off gegen den Favoriten Westwien zumindest einen Punkt ergattert. Allerdings stand nach 60 Minuten 21:22 auf der Anzeigetafel der Bärnbacher Sporthalle.
Die Enttäuschung war der HSG-Familie förmlich ins Gesicht geschrieben. Die Akteure schlichen mit geknickten Köpfen, trotz einer kämpferisch tollen Vorstellung Richtung Kabinenabgang. Dazu kam die minutenlange Unterbrechung zehn Sekunden vor Spielende wegen der schweren Verletzung von Westwiens Goldtorschützen Roland Knabl. Ein Deja-vu-Erlebnis vom Leoben-Match, als Raul Santos von der Rettung abtransportiert werden musste.
Der Verdacht auf eine Halswirbelverletzung bestätigte sich bei Knabl aber Gott sei Dank nicht und er trat noch am selben Abend die Heimreise nach Wien an. Nach der ersten Enttäuschung sieht HSG-Obmann Gerhard Langmann jedoch wieder viel Positives in der unglücklichen Niederlage: "Mit dieser Leistung hat die Mannschaft großen Charakter bewiesen, nur leider ohne eine Belohnung zu bekommen. Die Niederlage ändert nichts an unseren Aufstiegsambitionen und an unseren noch immer guten Chancen."
Am Samstag wartet mit Stockerau ein direkter Gegner, um eines der vier HLA-Tickets (zwei davon sind an Westwien und Schwaz schon so gut wie vergeben). Für das Trainerduo Christian Glaser/Leszek Sadowy bieten sich durch die Rückkehr von Legionär Dejan Dobardzijev (gegen Westwien gesperrt) wieder mehr taktische Möglichkeiten. "Die Personalnöte lösen sich deswegen nicht in Luft auf, aber Dejan ist bei uns im Moment einer der Schlüsselspieler", sagt Glaser. JÜRGEN PAURITSCH









