Blick in die Vergangenheit
Machtmissbrauch der NS-Zeit: In der Köflach-Passage wird heute, Donnerstag, zum Auftakt der Dialogveranstaltung "63 Jahre danach" geladen.
Unter dem Motto "Kunst im öffentlichen Raum Steiermark" findet heute, Donnerstag, in der Köflach-Passage der Auftakt der Dialogveranstaltung "63 Jahre danach" statt. Zu einem Dialog eingeladen sind Landtagspräsident Kurt Flecker, Bürgermeister Wilhelm Zagler, die Landtagsabgeordneten Ernest Kaltenegger und Erwin Dirnberger sowie Historiker Ernst Lasnik und Fotograf Agathon Koren.
Moderiert wird die Veranstaltung von Thomas Götz, Chefredakteur-Stellvertreter der Kleinen Zeitung. Von Landtag und der Steiermärkischen Landesregierung beauftragt, ein Gedenkzeichen zum Machtmissbrauch in der NS-Zeit zu entwickeln, hat der deutsche, heute in Irland lebende Künstler Jochen Gerz eine zweiteilige Arbeit konzipiert: Zum einem wurde "Ich Sigfried Uiberreither Landeshauptmann", eingeschrieben in den Bogen des mittelalterlichen Grazer Burgtors, im Dezember 2008 fertiggestellt, zum anderen startet heute in Köflach das zweite Projekt - "63 Jahre danach".
Dabei handelt es sich um eine Arbeit mit der Öffentlichkeit, die in acht steirischen Gemeinden und an zwölf Orten in Graz präsentiert wird. Gerz gilt weltweit als Künstler, der den Denkmalbegriff am radikalsten verändert hat. Sein Anliegen ist es, so viele Menschen wie möglich, in diesem Fall Vertreter der Wissenschaft, der Politik und der Leserschaft einer Tageszeitung, in den Arbeitsprozess aktiv mit einzubinden.
Im Rahmen der Dialogveranstaltung in Köflach wird ein Bild des Fotografen Max Koren, das die Ehrung von Bergarbeitern durch Sigfried Uiberreither zeigt und im Jahr 1943 aufgenommen wurde, diskutiert. Den Text zu diesem Bild verfasste der Landtagsabgeordnete Erwin Dirnberger. Beginn der Veranstaltung ist um 10 Uhr.








