"Es gibt leider ein paar schwarze Schafe"
Köflacher Taxiunternehmer beschwert sich beim zuständigen Fachgruppenvertreter der Wirtschafts- kammer über einige Branchenkollegen und fordert einheitlichen Taxitarif für den Bezirk Voitsberg.

Foto © Christiane FrühwirthDer Köflacher Taxiunternehmer Arnold Hojas äußert gegenüber seinen Kollegen Kritik: "Es gibt leider ein paar schwarze Schafe, die der ganzen Branche schaden"
Im Bezirk Voitsberg sorgten bereits vor rund fünf Jahren Unstimmigkeiten unter den regionalen Taxiunternehmern für Aufregung. Damals schon landeten einige Beschwerden als Anzeige bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft.
"Gewissen Probleme konnten aber schließlich gelöst werden. So wurde den Unternehmern zum Beispiel das Recht eingeräumt, dass sie in allen drei Gemeinden - Bärnbach, Voitsberg und Köflach - fahren durften", erinnert sich Peter Lackner, Wirtschaftskammer-Geschäftsführer der Fachgruppe für Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen.
Doch in den vergangenen Monaten wurde Lackner erneut mit Beschwerden konfrontiert. Der Köflacher Taxiunternehmer Arnold Hojas kritisiert die Arbeitsweise einiger Kollegen. "Ich habe mich auch schon an Gerhard Streit von der Wirtschaftskammer-Regionalstelle Voitsberg gewandt - er verwies mich an Herrn Lackner in Graz", berichtet Hojas und ergänzt: "Es gibt leider ein paar schwarze Schafe, die der ganzen Branche schaden. Teilweise werden Mitarbeiter nicht einmal angemeldet", erklärt Hojas. Laut Hojas, der seit elf Jahren Taxiunternehmer ist, sollen auch Ruhezeiten nicht eingehalten oder von Kunden unterschiedliche Preise verlangt werden, er wüsste sogar von Kollegen, die alkoholisiert ihr Taxi lenken. "Einige Vorwürfe sind mir bekannt, konkrete Beschwerden wurden meinerseits auch behandelt und an die zuständige Behörde weitergeleitet", erklärt Lackner, der hinter der Kritik allerdings auch private Meinungsverschiedenheiten vermutet.
Taxitarif
Hojas fordert weiters einen einheitlichen Taxitarif. "Da einige ein Taxi- und Mietwagenunternehmen haben, ist die Umsetzung sicher nicht leicht. Aber in Deutschlandsberg wurde auch eine Lösung gefunden", argumentiert Hojas. "Preisabsprachen sind nicht legal. Wenn, dann besteht die Möglichkeit, einen Tarif zu verordnen", erklärt Lackner und ergänzt: "Das bringt Vor- und Nachteile." Denn die Investitionskosten für eine Messeinrichtung mittels Sitzkontakt sei relativ kostenintensiv. Den Kunden rät Lackner, die Preisauszeichnungen der Taxis zu lesen. Und Gerhard Streit ist überzeugt: "Schlussendlich setzt sich die Qualität durch."
Vor Kurzem wurde zu einer Sitzung geladen, um über die genannten Probleme zu diskutieren. "Gebracht hat das leider nicht viel. Die Mehrheit der Taxler will an der Situation nichts ändern. Ich schließe mich aber nicht an und kämpfe weiter", betont Hojas.








