Stirbt die Fußgängerzone?
Ein Arbeitskreis befasst sich in Köflach mit einer weiteren Öffnung der Innenstadt für den Verkehr. Kritik kommt von der Opposition.

Foto © Kleine Zeitung Digitla/Erwin Scheriau
Als Dauerbrenner entpuppen sich die Diskussionen um eine weitere Öffnung der Köflacher Fußgängerzone für den Verkehr. "Wir arbeiten in einem Arbeitskreis mit. Jüngster Stand ist, dass ein weiteres Aufmachen vom Gasthaus ,Weinlaube' und zum Gastgarten Pötscher mit Abfahrt über das Tunner-Eck und Kärntner Straße geplant ist", schildern die Gemeinderäte Alois Lipp (FPÖ) und Peter Scheier (DFK).
Nicht einverstanden. Sie machen auch kein Hehl daraus, dass sie damit nicht einverstanden sind. "Wenn das kommt, bleiben gerade noch hundert Meter von der Fußgängerzone übrig: von der Konditorei bis zum Fotogeschäft. Vorerst wurde vereinbart, dass vom Bauhof die Kosten für diese Adaptierung erhoben werden, ehe weitere Entscheidungen fallen", so Scheier und Lipp. "Bürgermeister Franz Buchegger glaubt zwar, dass 70 Prozent der Bevölkerung für die Zone sind, aber es geht um die Wirtschaftstreibenden, die sich eine Öffnung wünschen. In der Judenburgerstraße wurde ein Probetrieb vereinbart, wobei eine Evaluierung durch die Wirtschaftskammer versprochen wurde: Daraus ist ein Dauerzustand geworden, also müsste in den dortigen Betrieben Milch und Honig fließen", meinen die Gemeinderäte. Bei den Kommunalabgaben merke man nichts.
Belebung der Innenstadt. Was Lipp und Scheier stört: "Es wird viel für die Belebung der Innenstadt getan. Beispielsweise mit den vielen Aktivitäten wie Ostermarkt, oder Festen, die alle in der Fußgängerzone stattfinden." Man wolle Kurstadt werden, habe ein Familienaudit durchgeführt und nehme nun den Bewohnern Lebensraum weg. Lipp hat eine bessere Überwachung der Fuzo angefordert, weil diese stark befahren werde. Bürgermeister Buchegger beruhigt: "Nach Feststellung der Kosten wird auf alle Fälle die Bevölkerung eingebunden."








