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Zuletzt aktualisiert: 28.02.2009 um 00:03 UhrKommentare

Das Schülerparlament entscheidet

An der HLW Köflach wird Demokratie in der Schulpolitik gelebt: Das erste Weststeirische Schülerparlament dient einem besseren Verständnis zwischen Lehrern und Schülern.

Mittels Laptop präsentierten die Schüler im Volksheim Köflach ihre Wünsche und Verbesserungsvorschläge

Foto © Kleine Zeitung/Christiane FrühwirthMittels Laptop präsentierten die Schüler im Volksheim Köflach ihre Wünsche und Verbesserungsvorschläge

Die HLW Köflach hat im Volksheim Köflach zum ersten Weststeirischen Schülerparlament geladen. Lehrer und Schüler des ersten bis fünften Jahrgangs haben einen Vormittag lang diskutiert, wie das Miteinander in Zukunft noch besser funktionieren könnte. Mit Erfolg: Acht Schülergruppen und eine Lehrergruppe haben Wege gefunden, wie im Unterricht eine Gleichberechtigung erzielt werden kann.

Große Herausforderung. "Für uns war dieses Schülerparlament eine große Herausforderung, wussten wir doch nicht, ob die Jugendlichen an der Zusammenarbeit interessiert sind und wie deren Kritik ausfällt", erklärt Schuldirektor Karlheinz Sanz, der mit diesem Projekt Demokratie in die Schulpolitik einfließen lassen möchte. Insgesamt 160 Schüler und Lehrer versammelten sich im Volksheim Köflach. Mittels Powerpoint-Präsentationen wurden einzelne Themen wie Motivation, Einhaltung des Schulleitbilds, Prüfungsstoff und Schularbeiten-Termine sowie Kommunikationsprobleme aufgezeigt.

Konstruktive Kritik. "Alle Schüler waren sehr engagiert und an einer konstruktiven Kritik interessiert", freut sich Schulsprecherin Corina Sihler. So wurden alle ausgearbeiteten Fragen intensiv behandelt, die Lösungen erarbeiteten Lehrer und Schüler anschließend gemeinsam. "Natürlich waren wir teilweise unterschiedlicher Meinung, aber wir versuchten wirklich jeden Aspekt zu berücksichtigen. Für das Lehrpersonal und die Schüler ist es eine wertvolle Erfahrung gewesen, einmal die Position des anderen besser kennenzulernen", ist Sanz begeistert.

Diskussionsfreude. In der Mittagspause konnten sich alle Beteiligten bei einer Jause, die von den Jugendlichen organisiert worden ist, stärken. Dann wurde fleißig weiterdiskutiert. "Jetzt müssen wir die Ergebnisse des Schülerparlaments nur noch umsetzen. Selbstverständlich sind gesetzliche Vorschriften inbegriffen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Parlament auch in anderen Schulen im Bezirk realisiert werden könnte", ist Sanz überzeugt.

Wunschliste. In einer Konferenz mit Schulsprecherin Sihler und Schülervertretern wird die Wunschliste noch im Detail besprochen. "Als ich noch die Schule besucht habe, herrschte zwischen Lehrern und Schülern noch ein ganz anderes Verhältnis. Ich finde es sehr wichtig, dass die Mädchen und Burschen den Unterrichtsalltag inzwischen mitgestalten können und sagen dürfen, was sie denken", resümiert Sanz.

CHRISTIANE FRÜHWIRTH

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