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Zuletzt aktualisiert: 28.02.2009 um 16:20 UhrKommentare

Leidenschaft Kaffe und Bohnen

Wahrscheinlich die größte Sammlung in Österreich: Ein Köflacher Künstler könnte sich an 212 Tagen des Jahres den Kaffee mit einer jeweils anderen Maschine zubereiten.

Der Köflacher Künstler Nicolaus Trnka-Strasnitzky

Foto © Karl MayerDer Köflacher Künstler Nicolaus Trnka-Strasnitzky

Kaffee müsse heiß wie die Hölle, schwarz wie der Teufel, rein wie ein Engel, süß wie die Liebe sein, befand schon der französische Staatsmann Charles Maurice de Talleyrand. Und nach Ansicht von Kaffee- Liebhabern ist dieses Genussmittel viel zu schade, um in irgendwelchen Automaten gebraut zu werden.

"Kaffeesiederei". Einer, der sich der Tradition der "Kaffeesiederei" verschrieben hat, ist der Köflacher Künstler Nicolaus Trnka-Strasnitzky: "Ich hatte das Glück, schon vor 40 Jahren in die Geheimnisse der Kaffee-Zubereitung Einblick zu erhalten. Mein Lehrmeister war der berühmte ,Kaffeesieder' Leopold Hawelka."

Vor dem Aufstehen. Inzwischen ist das Sammeln von seltenen und exotischen Kaffeemaschinen zu einem der Hobbys des Künstlers geworden. 212 solcher Geräte zählt die Kollektion derzeit, davon sind zwischen zehn und zwölf Stück immer in Verwendung. "Sie werden je nach Herkunftsland und der Art der Röstung der Bohnen in Betrieb genommen", so der Experte. "In unserer Wohnung finden sich in jedem Raum Kaffee-Maschinen." Und er zeigt schmunzelnd in das Schlafzimmer, wo ein kleines Gerät vom Bett aus bedient werden kann. "Meine Frau ist so lieb und bringt mir jeden Morgen den ersten Kaffee ans Bett. Sollte sie nicht zu Hause sein, kann ich mir das Gebräu vor dem Aufstehen zubereiten."

Sorten. Drei Mal am Tag nimmt sich Nicolaus Trnka-Strasnitzky Zeit für eine Tasse Kaffee, schwarz und ohne Zucker. Derzeit bevorzugt der Künstler afrikanische Kaffeesorten, deren Aroma am besten in der Karlsbader Kanne zur Geltung kommt. "Das Köflacher Wasser eignet sich hervorragend zum Kaffeesieden", freut sich Trnka-Strasnitzky.

Kaffetassen. Kaffeemaschinen aus zahlreichen Ländern zieren die Regale und Schränke der Wohnung. Dazu kommt noch eine Reihe von edlen Kaffeetassen, die - je nach Kaffeesorte - zum Einsatz kommen.

Umfangreiche Kollektion. An eine öffentliche Präsentation seiner umfangreichen Kollektion - wahrscheinlich der größten in Österreich - denke er nicht, so der Köflacher. "Ich sammle nur Maschinen in Haushaltsformat und das tue ich in erster Linie für mich. Damit verbinde ich keine missionarische Tätigkeit, sondern es geht lediglich darum, einen guten Kaffee zu sieden", lautet die Philosophie des Künstlers. Er hat übrigens stets zwischen sechs und zwölf Kaffeesorten zur Auswahl zu Hause: "Zu meinem Glück gibt es immer mehr Händler, die qualitätsvolle Produkte anbieten."

KARL MAYER

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