Lärm ist für Kurstadt kein "Spielverderber"
Noch müssen die Feinstaubmessungen abgewartet werden. Wenn die Werte passen, entsteht beim Dechantteich in Köflach ein Kurpark, der von allen als Naherholungsbereich genutzt werden kann.

Foto © Andrea KratzerDer Dechantteich könnte zum Kurpark werden
"Ich habe kürzlich Gespräche mit der Kirche geführt. Es geht um das Areal links vom Dechantteich bis zum Wanderweg und oberhalb des Thermenhotels, das wir gerne für einen Kurpark verwenden möchten, wenn unser Antrag auf Bewilligung des Titels Kurstadt durchgeht", schildert der Köflacher Bürgermeister Franz Buchegger.
Wie berichtet, bemüht man sich in der Lipizzanerstadt um diese Auszeichnung seit das Thermenhotel zum Großteil auf Kurbetrieb umgestellt wurde. Die ersten Ergebnisse schauen gut aus: "Vom Lärm her haben wir kein Problem, diese Messungen wurden bereits gemacht und wir würden die Genehmigung bekommen. Bis November werden derzeit Feinstaubmessungen bei der Therme durchgeführt. Dort ergeben sich sicherlich andere Werte als bei der Messstelle direkt neben der Packer Bundesstraße", zeigt sich der Bürgermeister zuversichtlich.
Pachtvertrag. Auch die Verantwortlichen der Kirche als Grundstücksbesitzer für jenen Bereich, der als Kurpark ausgebaut werden soll, legen der Köflacher Stadtgemeinde keine Steine in den Weg. "Grundsätzlich habe ich eine Einigung über einen Pachtvertrag für die Fläche von rund 13.000 Quadratmeter erzielt. Allerdings müssen wir jetzt erst die Ergebnisse der laufenden Feinstaubmessungen abwarten, ehe wir weitere Schritte in die Wege leiten können", so Buchegger.
Wenn alles klappt, so wie man es sich in Köflach vorstellt, geht es dann zügig an die Umsetzung des Vorhabens. Buchegger denkt an eine Realisierung im Jahr 2010. Mit dem Land sei man bereits im Kontakt, es gibt auch schon eine Vorplanung, wie der künftige Kurpark ausschauen könnte. "Teils müssen dafür Bäume gerodet werden, einige können stehen bleiben und werden in die Gartenlandschaft integriert."
Features
Fakten
England. Die ersten Kurorte sind im 18. Jahrhundert in England entstanden. Erst im 19. Jahrhundert wurden auch auf dem Festland Kurorte wie an der Ostsee oder in Böhmen errichtet. In Österreich waren vor allem Bad Ischl und Bad Gastein bei der gehobenen Gesellschaft für Kuraufenthalte beliebt.
Prädikat. Kurorte sind Gemeinden oder Ortsteile, die aufgrund ihrer besonderen Gegebenheiten für eine medizinische Therapie geeignet sind und denen diese Prädikat verliehen worden ist. Köflach hat darum angesucht.








