Gleinstätten zeigt Caesar an
Gleinstätten-Obmann Anton Genseberger erhebt nach dem 3:3 gegen Kalsdorf schwere Vorwürfe gegenüber dem Schiedsrichter Heimo Caesar aus Haus im Ennstal und erwartet eine Entschuldigung.

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Welcher Fußballfan kennt die Sekunden nach dem Schlusspfiff nicht? Ein Schuldiger muss gefunden werden, der für Fehler verantwortlich gemacht wird. Beim Landesliga-Hit Gleinstätten gegen Kalsdorf (Endstand 3:3) war es der Schiedsrichter, nämlich Heimo Caesar aus Haus im Ennstal.
Vorwürfe.
Gleinstätten-Obmann Anton Genseberger erhebt schwere Vorwürfe gegen den Unparteiischen, nachdem Kalsdorfs Fladerer in der 95. Minute den Ausgleich erzielte. "Es war eine vorsätzliche Manipulation des Spielausgangs. Caesar hat fünf Minuten Nachspielzeit angezeigt. Beim Ausgleich war auf der Stadionuhr bereits die Zahl 97 zu sehen", erklärt Genseberger. "Solche Entscheidungen können uns den Cupplatz und viel Geld kosten."
Caesar nahm zu den Vorwürfen Stellung: "Ich habe auf Grund der Zeitschinderei der Gastgeber zu den fünf Minuten noch 30 Sekunden angehängt. In dieser Zeit ist der Ausgleich gefallen", betont der 38-Jährige. "Die Stadionuhr darf nach der 90. Minute nicht weiter ticken, in dem Fall ist sie außerdem falsch gegangen."
Anzeige.
Genseberger wird eine Anzeige an den steirischen Fußballverband senden, was aber wenig bringen dürfte, handelt es sich doch um eine Tatsachenentscheidung. Auch der Schiedsrichterbeobachter hatte keine negativen Aspekte gesehen. "Ich erwarte eine Entschuldigung von Herrn Caesar", so Genseberger. Doch der 38-Jährige hält davon wenig. "Ich bin seit 15 Jahren Schiedsrichter. Immer wieder gehen die Emotionen hoch. Wenn der Obmann ein Problem mit mir hat, ist das seine Sache. Für mich ist das Spiel abgeschlossen", so Caesar.
"Inakzeptable Aussagen".
Damit sieht sich Genseberger bestätigt. "Die präpotenten Aussagen sind inakzeptabel. Ich werde alle Mittel ausschöpfen und ein Exempel statuieren", sagt der Obmann. Eine Ablehnung Caesars wäre möglich, doch darauf hat Genseberger "keine Lust".
Eine rasche Rückkehr Caesars in die Südsteiermark wurde verhindert. Er war als Assistent für die Partie Großklein gegen Köflach vorgesehen, wurde aber wieder abgezogen.








