Eine Anlage im Grünen
Mikroorganismen reinigen das Abwasser, das zuvor über Sand und Kies rinnt: Die 555. Pflanzenkläranlage ist in Betrieb genommen worden.

Foto © Karl MayerOffizielle Inbetriebnahme
Mir ging es darum, meine Abwässer umweltfreundlich und ohne teuren Energieaufwand zu klären", schildert der Landwirt Franz Wölkart aus Kainach seine Beweggründe, eine Pflanzenkläranlage zu errichten. "Diese Anlagen kommen nicht nur ohne Strom und Chemikalien aus, sondern fügen sich wegen der natürlichen Bauweise gut ins Landschaftsbild ein", ergänzt Josef Wurmbacher, Obmann des Maschinenringes Steiermark. Diese Organisation hat in den vergangenen fünf Jahren mehr als 550 Kläranlagen dieses Typs errichtet, die 555. ging in Kainach in Betrieb.
Förderungen. Wurmbacher fürchtet, dass die Landesförderung für solche Projekte gekürzt oder sogar gestrichen werden könnten. "Sie ist aber Voraussetzung, damit alle landwirtschaftlichen Betriebe in der Steiermark, die nicht an ein Kanalnetz angeschlossen werden können, zu einer kostengünstigen Anlage kommen. Das wiederum nützt im Sinn des Umweltschutzes allen."
Politisches Versprechen.Landtagsabgeordneter Manfred Kainz, der Landesrat Johann Seitinger vertrat, versicherte, dass der Landesrat auch die künftige Förderung von Pflanzenkläranlagen zugesagt habe. So betrugen die Baukosten der Anlage bei der Familie Wölkart rund 13.000 Euro, davon wurden 6000 Euro vom Land gefördert.








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