Stromerzeugung mit dem "neuen Gipfelkreuz"
Auf dem Salzstiegl soll bis Ende des Jahres ein zweites Windrad errichtet werden. Bis zur Realisierung hatte Betreiber Friedl Kaltenegger jedoch mit "Gegenwind" zu kämpfen.

Foto © FrühwirthStromerzeugung mit dem "neuen Gipfelkreuz"
Das Fundament steht bereits, bis Ende des Jahres soll dann das Windrad darauf stehen und in Betrieb gehen", kündigt Friedl Kaltenegger, der seit vier Jahren auf Windkraft setzt, an. 2007 hat Kaltenegger, der zusammen mit seiner Frau Regina auf dem Salzstiegl das Moasterhaus und das angrenzende Schigebiet betreibt, nämlich das erste Windrad errichten lassen. "Bis zu diesem Moment war es allerdings ein steiniger Weg, denn für so ein Projekt muss man eine Reihe von Auflagen erfüllen. Das kann Jahre dauern", erklärt Kaltenegger, der schon damals mit der Kritik mancher Jäger konfrontiert war.
"Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass sich das Wild an das Windrad gewöhnt und dadurch nicht gestört wird", so Kaltenegger, der zum Großteil jedoch positive Rückmeldungen erhält. "Für einige Wanderer ist das Windrad inzwischen das neue Gipfelkreuz geworden. Die Leute finden es gut, dass man sich über alternative Energiegewinnung, die in Zukunft immer wichtiger wird, Gedanken macht", weiß Kaltenegger. "Energie ist ein großes Thema, denn in unserem Fall ist das der zweitgrößte Ausgabenposten nach dem Personal. Daher verstehe ich nicht, warum nicht auch andere Schigebiete verstärkt diese Energiegewinnung nutzen", so Kaltenegger. Je nach Wind kann mehr oder weniger Strom erzeugt werden. "Der einzige Nachteil ist eigentlich, dass sich das Windrad nicht rund um die Uhr gleichmäßig dreht", erläutert Kaltenegger.
Wie beim ersten Windrad handelt es sich auch beim zweiten um eine Leitwind-Anlage. Ein Flügel ist 40 Meter lang, damit Blitze abgeleitet werden, ist eine Erdung erforderlich. "Die einzelnen Teile kommen unter anderem aus Südtirol, Dänemark, Italien und Deutschland", berichtet Kaltenegger und ergänzt: "Mit dem Windrad erzeuge ich fünfmal so viel Strom, wie ich für den Eigenbedarf brauche, daher werde ich den Rest an das öffentliche Netz verkaufen." Ein Windrad kann zwischen 500 und 800 Haushalte versorgen. Die Leitung ins öffentliche Netz ist rund sechs Kilometer, jene zum Moasterhaus 1,5 Kilometer lang. Ein drittes Windrad ist nicht geplant.









