Mit nur einem Klick zur Politik
Seit einigen Wochen sind die Grünen Voitsberg online. Die Parteien im Bezirk setzen generell vermehrt auf soziale Netzwerke und Internet.

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Der kleine blaue Daumen ist nur einen Klick entfernt. Und doch erreicht man damit Millionen Menschen. Laut Unternehmensangaben des sozialen Online-Netzwerks Facebook vom März 2012 sind es 901 Millionen Nutzer weltweit, die auf der Plattform aktiv sind. Im Bezirk Voitsberg sind es natürlich nicht ganz so viele. Dennoch haben die Parteien im Bezirk die Vorzüge jetzt - nachdem es auf Bundes- und Länderebene längst zum normalen Umgang gehört - auch für sich entdeckt.
Botschaft über Internet
Während die FPÖ-Voitsberg schon seit Längerem im Netz aktiv ist (203 Mitglieder zählt die Seite), haben sich die Grünen Voitsberg vor Kurzem entschlossen ihre Kommunikation ebenfalls in das Internet zu verlegen. Kopf der Gruppe, die man unter Grüne Voitsberg findet, ist der Köflacher Gemeinderat Walter Friedrich. "Es ist als Oppositionspartei schwierig, seine Botschaften unter die Bürger zu bringen", meint er. Gemeindezeitungen seien oft einseitig gefärbt, für regelmäßige Aussendungen wie etwa die "Grünen Zeitung" fehle einer kleinen Partei das Geld. "Und irgendwie hinkt man auch mit der Information hinterher, wenn man nur zweimal im Jahr von den Aktivitäten berichtet." Die Facebook-Gruppe, die nach wenigen Wochen derzeit 114 Mitglieder zählt, soll aber nicht nur zur Verbreitung politischer Ideen verwendet werden. "Ich wollte damit eine Diskussionsplattform schaffen, auf der auch junge Menschen mitreden können. Niederschwellig und ohne Zwang." Denn eines ist für Friedrich, der als Lehrer am BG/BRG Köflach tätig ist, klar: "Junge Menschen sind keineswegs politikverdrossen. Die derzeitigen Strukturen sind nur nicht ansprechend."
Regelmäßige Information
Während das BZÖ von der digitalen Bildfläche im Bezirk verschwunden zu sein scheint (der letzte Eintrag auf der MySpace Seite stammt vom 10. Juni 2011), möchten auch die ÖVP-Vertreter der Kernraumregionen im Netz präsenter werden. Seit einem halben Jahr ist die Homepage "Guten Morgen Bärnbach" des ÖVP-Bürgermeisters Ewald Bramauer online - samt Facebook- Verlinkung, mit allerdings nur 14 Mitgliedern. "Ja, daran müssen wir arbeiten", weiß Bramauer. Das Problem: "Facebook ist ein sehr schnelllebiges Medium. Man sollte jeden Tag etwas Neues lesen können, sonst gibt es keine Zugriffe." Das könne einer allein nicht bewerkstelligen. Deshalb werde in den Reihen der ÖVP an einer Struktur getüftelt, mit der man die Seite regelmäßig mit Inhalten füllen kann.
Die SPÖ setzt im Bezirk noch auf ein anderes Pferd. Diese Woche ging die neue Homepage der Bezirksorganisation online. Während SPÖ-Landeschef Franz Voves auch auch Facebook setzt, ist das für die Bezirks-SPÖ kein Thema. "Uns geht es darum die Aktivitäten der Gemeinden bestmöglich abzubilden", so Bezirksgeschäftsführer Karl Kristandl. Eine Homepage habe sich dafür als bestes Instrument verwiesen. Ob man sich künftig auch in soziale Netzwerke einklicken könnte? "Nachdenken kann man über alles."









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