"Pfuscher" verursachte rund 54.000 Euro Schaden
Haussanierungsarbeiten bei 84-jähriger Pensionistin in Bärnbach wurden nicht fachgerecht und zu teuer durchgeführt. 56-Jähriger ausgeforscht, aber noch flüchtig.
Ein deutscher Haussanierungsbetrüger, der einer Pensionistin (84) aus Bärnbach (Bezirk Voitsberg) einen Schaden von 54.700 Euro zugefügt hat, konnte nun ausgeforscht werden. Wie die Sicherheitsdirektion Steiermark am Donnerstag mitteilte, führte der 56-jährige Deutsche Arbeiten am Haus der Frau durch - diese aber zu weit überhöhten Preisen und nicht fachgerecht. Es entstand ein Gesamtschaden von 54.700 Euro.
Angeklopft. Mitte Mai diesen Jahres klopfte der Deutsche an das Küchenfenster der 84-jährigen Weststeirerin. Laut Exekutive meinte er, dass das Dach ihres Einfamilienhauses sanierungsbedürftig sei und bot sich an, die Arbeiten durchzuführen. Die Pensionistin gab dem Drängen des Mannes nach und willigte ein, für die Arbeiten 6.700 Euro zu bezahlen.
Abgeknöpft. Zwei Wochen nach diesen Arbeiten rief die Frau den Deutschen an, um eine feuchte Mauer sanieren zu lassen. Der Deutsche tauchte dann mit drei Unbekannten auf, um die Arbeiten durchzuführen und ließ sich von der Weststeirerin in mehreren Tranchen bezahlen. Als die Pensionistin dem Mann dann aber vor Abschluss der Sanierung mitteilte, dass sie kein Geld mehr habe, stellte dieser wegen eines angeblichen anderen Großauftrages die Arbeiten ein.
Ausgeforscht. Nachdem die alte Dame Anzeige erstattet hatte, konnte die Polizei den Verdächtigen zwar ausforschen, aber noch nicht dingfest machen. Der einschlägig vorbestrafte Deutsche, der sich derzeit nicht in Österreich aufhält, wurde wegen Verdacht des schweren Betruges angezeigt. Die Pensionistin erlitt nicht nur durch die nicht fachgerecht durchgeführten Arbeiten einen Schaden - sie muss nun laut Polizei auch noch Facharbeiter beauftragen, den "Pfusch" zu reparieren.








