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Zuletzt aktualisiert: 22.10.2010 um 12:07 UhrKommentare

Ein kleines Buch als Führer auf dem Pilgerweg

Unternehmer haben bei ihren Betrieben Hinweise auf den Weststeirischen Jakobsweg angebracht und bieten Vergünstigungen an.

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Obwohl es der Sommer und der Herbst mit den Wanderern wettermäßig nicht besonders gut meinte - der Weststeirische Jakobsweg war immer bevölkert. Der Initiator des Pilgerweges, der Bärnbacher Reinhold Waldhaus, hat mit seinem Team aber auch optimale Rahmenbedingungen geschaffen.

Dazu gehört unter anderem, dass Waldhaus mit bisher insgesamt elf Betrieben Abkommen geschlossen hat, denen zufolge Pilger dort Ermäßigungen oder kleine Aufmerksamkeiten erhalten. Diese Vergünstigungen reichen vom Begrüßungstrunk bis zum Preisnachlass bei Nächtigung und Konsum. "Voraussetzung ist, dass die Wanderer ihr Pilgerheft beziehungsweise ihren Pilgerpass vorweisen", erklärt Waldhaus. "Wir sind mit weiteren Firmen in Verhandlung, es kommen sicher noch welche dazu", ist er überzeugt.

Um diese Betriebe nach außen hin zu kennzeichnen, wurden Hinweistafeln angebracht. Darauf ist außer dem bekannten Jakobsweg-Emblem zusätzlich die Aufschrift "Pilgerbetrieb" zu sehen. Diese Gast- und Beherbergungsbetriebe werden, so Waldhaus, auch gern angenommen.

Wie groß das Interesse für den Pilgerweg, der durch die Weststeiermark führt, ist, zeigt sich schon darin, dass die aufgelegten 2500 Folder bereits vergriffen sind. "Und das trotz sehr bewusster, sparsamer Verteilung", freut sich der Initiator. "Wir haben deshalb weitere 5000 Stück nachbestellt."

Für die kalte Jahreszeit hat sich Waldhaus die nächste große Aufgabe vorgenommen: Für 2011 soll ein Pilgerführer in Form eines Büchleins erscheinen. "Die Nachfrage ist groß", meint der Bärnbacher. In dieses Büchlein soll nicht nur eine genaue Beschreibung der einzelnen Etappen aufgenommen werden: Die Leser sollen außer Sehenswürdigkeiten an den Etappenorten auch über kleine und größere Kostbarkeiten sowie über die jeweilige Gemeinde informiert werden.

Vorhaben

"Bis jetzt konnte ich alle meine Vorhaben, den Jakobsweg betreffend, ohne Zuschüsse aus öffentlicher Hand umsetzen", freut sich Waldhaus. "Die Auflage des Pilgerführers würde jedoch unsere Möglichkeiten übersteigen. Deshalb sind wir auf Sponsorensuche. Ich werde in den nächsten Wochen auch bei den Bürgermeistern der 15 weststeirischen Gemeinden, die durch den Jakobsweg miteinander verbunden sind, um Unterstützung vorsprechen."

Allein die Lizenzkosten für die Wanderkarten, die im Führer abgedruckt werden, seien enorm. Und sie verteuern sich zusätzlich, sollte der Pilgerführer entgeltlich abgegeben werden. "Ich hoffe sehr, bei den Bürgermeistern ein offenes Ohr zu finden, ist doch der Bekanntheitsgrad ihrer Orte auch durch den Weststeirischen Jakobsweg gestiegen."

KARL MAYER

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