"Auf an guatn Weg" durch die Lande pilgern
Reinhold Waldhaus ist der Initiator des neuen Jakobsweges Weststeiermark von Thal bei Graz bis Lavamünd.
Mit einem weststeirischen "Und an guatn Weg" beendet der Bärnbacher Reinhold Waldhaus die meisten Telefonate. Beim Wassermeister der Stadtgemeinde Bärnbach klingelt es beinahe ununterbrochen. Was Waldhaus derzeit so oft zum Handy greifen lässt, sind die vielen Pilger, die schon vor der offiziellen Eröffnung auf dem "Jakobsweg Weststeiermark" unterwegs sind. Denn Idee und Umsetzung des 153 Kilometer langen Weges von Thal bei Graz bis Lavamünd in Kärnten sind dem Weststeirer zu verdanken.
Seit eineinhalb Jahren arbeitete der Gemeindebedienstete intensiv an der Verwirklichung seiner Vision. Morgen, Sonntag, wird im weststeirischen Geistthal - dort befindet sich eine der vier dem heiligen Jakobus geweihten Kirchen entlang des Pilgerweges - der Jakobsweg Weststeiermark gesegnet und eröffnet (ab 8.15 Uhr).
"Ich durfte bisher so viel Positives erleben, eine Welle der Begeisterung begleitete mich", dankt Waldhaus. Zu den ersten Vertrauenspersonen zählten sein ehemaliger Schulkollege und jetziger Bürgermeister von Geistthal, Dieter-Jörg Gölles, sowie der Diakon der Pfarre, Ralf Höfer. "Sie haben mich ungemein bestärkt, deshalb finden die Feierlichkeiten in diesem Ort statt.
Pilgersteine
Der Initiator ist besonders stolz darauf, dass bislang kein einziger Euro aus öffentlichen Mitteln im Projekt steckt. Pilger- und Jakobsweg-Begeisterte spendeten, die Naturfreunde und der Alpenverein ließen die eigens angefertigten Wegweiser montieren und ein Steinmetzbetrieb stellte die zehn bisher aufgestellten Pilgersteine zur Verfügung. Sogar ein Pilgerpass wurde aufgelegt. "Ich erhalte Rückmeldungen, dass die Wanderer entlang des Weges von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen werden, dass sie Gastfreundschaft und wenn nötig, ganz spontan Hilfe erfahren." www.jakobsweg-steiermark.at
Features
ZUR PERSON
Reinhold Waldhaus: Geboren am 16. November 1965 in Bärnbach. Lebt mit Lebensgefährtin Roswitha in einer Partnerschaft, zwei Söhne: Philipp (20 Jahre), Michael (17 Jahre).
Von Beruf Wassermeister der Stadtgemeinde Bärnbach.








