Anwalt spürt Verfasser des Flugblatts auf
Weil die Vorwürfe seiner Meinung nach nicht stimmen, greift der Stallhofener Bürgermeister Vinzenz Krobath hart durch: Es geht um die Errichtung des zentralen Seniorenheimes samt Kaufhaus.

Foto © APAEin geplantes Pflegeheim ist der Grund des Streits
Dicke Luft in der Marktgemeinde Stallhofen. Bürgermeister Vinzenz Krobath ist fuchsteufelswild über ein Flugblatt der "Initiative verantwortungsbewusster Bürger", das kürzlich in die Haushalte, teils sogar in jene der Nachbargemeinden, flatterte.
"Wenn wir uns immer gefallen lassen, wie auf der Politik herumgehackt wird, vor allem wenn es hinten und vorne nicht stimmt, machen wir uns mitschuldig", so der Ortschef, warum er prompt einen Anwalt kontaktierte, um die Verfasser ausforschen zu lassen und die seiner Meinung nach ungerechtfertigten Vorwürfe im Keim zu ersticken.
Aber der Reihe nach: Auslöser der Unstimmigkeiten ist das Bauprojekt Seniorenheim samt Geschäft und Busumkehrplatz. Das Kaufhaus ist seit kurzem in Betrieb, die anderen Einrichtungen werden erst im kommenden Jahr fertiggestellt. Unter dem Titel "Es reicht" ist im Flugblatt unter anderem zu lesen: "...ist es an der Zeit, dass die vermeintlichen Gemeindefürsten von Stallhofen endlich einmal ihren Pflichten nachkommen und den Bürgerinnen und Bürgern die ihnen zustehende lückenlose Information und Aufklärung über den Bau des bereits zum Komödiantenstadel mutierenden Gemeindezentrums zukommen lassen". Es ist von Mehrkosten in Höhe von 600.000 Euro die Rede und es wird der Baustopp verlangt.
Schadenshöhe offen.
"Im vorigen Winter kam es nach dem Erdaushub zu einer Hangrutschung, die Sanierungsmaßnahmen erforderte. Wer für die Mehrkosten aufzukommen hat, wird vom Gericht ermittelt. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest, ist aber keinesfalls so hoch wie im Flugblatt", ärgert sich Krobath. In der Gemeindezeitung nimmt er ebenfalls dazu Stellung: "Diese Anschuldigungen lasse ich mir nicht mehr bieten. Was seid ihr für Feiglinge, warum traut ihr euren Namen nicht darunter zu setzen?" so Krobath, der über seinen Anwalt eine Entschuldigung von den Herausgebern des Flugblattes fordert. Dann wäre er bereit, Weihnachtsamnestie" zu gewähren.












