Der Adler jagt auch in der Weststeiermark
In Gallmannsegg haben Forstarbeiter einen toten Steinadler gefunden.

Foto © APADer Steinadler wurde systematisch verfolgt und ist mittlerweile in Europa sehr selten
Einen speziell für unsere Breiten nicht alltäglichen Fund machten kürzlich Forstarbeiter im Gleinalmgebiet. Im Bereich des Aibl fanden sie einen toten Steinadler. Er wurde vermutlich von einem umstürzenden Baum erschlagen.
Könige der Lüfte.
"Leider ist der Adler schon vor einigen Tagen verendet, ein Präparieren daher nicht mehr möglich", bedauert Jäger Horst Singer, "immerhin hat dieses Exemplar eine Spannweite von exakt zwei Meter." Er könne immer wieder Steinadler im Gebiet der Gleinalm beobachten, berichtet der Weidmann. Diese "Könige der Lüfte", wie die Steinadler genannt werden, sind im Gebiet der Seckauer und Wölzer Tauern beheimatet. Die Nahrungssuche treibt sie weit umher, das Jagd-Revier kann bis zu 150 Quadratkilometer beanspruchen.
Absolutes Jagdverbot.
Auch Bezirksjägermeister Matthias Zitzenbacher bestätigt, dass die Almregionen unseres Bezirkes zu den Jagdrevieren der Steinadler gehören. "Sie bauen auf unseren Almen aber keine Horste, sind hier nicht dauernd sesshaft", so Zitzenbacher. Als Nahrung bevorzugen die königlichen Vögel, für die ein absolutes Jagdverbot gilt, neben Hasen, Gams- oder Rehwildkitzen vor allem Rauhfusshühner.
Todesursache.
Über die mögliche Todesursache des Steinadlers kann der Bezirksjägermeister nur Vermutungen anstellen. "Diese Vögel sind zäh, gewandt, widerstandsfähig, haben außer dem Menschen praktisch keine natürlichen Feinde. Daher ist anzunehmen, dass der Vogel durch Naturgewalten ums Leben kam."
Features
Fakten
Der Steinadler ist eine große Greifvogelart und besiedelt offene und halboffene Landschaften. In vielen Teilen Europas kommt er nur mehr in Gebirgsgegenden vor.












