Mord in Deutschlandsberg: Ermittlungen im Drogenmilieu
76-Jährige vermutlich Opfer eines Raubmordes: Kripo vermutet Fall von Beschaffungskriminalität durch Jugendliche.
Im Fall jener 76-jährigen Frau, die am 13. Juli im Stadtwald von Deutschlandsberg mit größter Wahrscheinlichkeit Opfer eines Raubmordes geworden ist, konzentriert die Polizei die Nachforschungen auf das Drogen- und Jugendlichenmilieu. Verdächtige gebe es aber noch keine, so erklärte Ermittlungsleiter Anton Kiesl am Mittwoch.
Spurenlage. "Die Spurenlage ist dünn, wir hoffen aber noch Ergebnisse aus weiteren Spezialauswertungen", berichtete Kiesl, dem zur Folge in den vergangenen Wochen 50 bis 60 Personen aus Suchtgift- und Alkoholikerkreisen überprüft wurden. Für den Kriminalisten steht fest, dass der oder die Täter aus diesem Milieu kommen und dass es sich um Beschaffungskriminalität gehandelt haben dürfte: "Es war keine durchgeplante Tat."
Handtaschenraub. Vermutlich war ein Handtaschenraub beabsichtigt gewesen, die Frau dürfte sich - wie abgerissene Trageriemen zeigten - gewehrt haben, der Täter schlug mit einem Ast zu. Sicher sei auch, so der Ermittlungsleiter, dass das Opfer noch gelebt hat, als der Täter in den Wald schleifte und mit Laub zudeckte. Die 76-Jährige starb nicht an den schweren Kopferverletzungen, sondern war verblutet, wie die Obduktion ergeben hat. Das Verbrechen dürfte vier Tage vor Auffindung der Leiche verübt worden sein. Der Tatort ist nur rund 100 Meter von der Wohnung des Opfers entfernt.
Tatverdächtige. Obwohl man den Kreis der Tatverdächtigen eingrenzen könne, gestalteten sich die Ermittlungen in dem Milieu äußert schwierig, räumt Kiesl ein: "Von einer konkreten Verdachtslage sind wir noch weit entfernt."














