Eine rasante Irrfahrt über Berg und Tal
Die Weststeiermark will sich als Radler-paradies positionieren. Doch nicht immer läuft die Radtour ohne Hindernisse: Fehlende Wegweiser machten für einen Gast aus Oberösterreich die Radtour zur Irrfahrt. Jetzt sind Bodenmarkierungen geplant.
Eine Leserin der Kleinen Zeitung aus Oberösterreich berichtete, dass sie während ihres Urlaubs in der Weststeiermark die Region mit dem Fahrrad erkunden wollte. In der Broschüre "Genussradeln in der Süd- und Weststeiermark" stieß sie schließlich auf die "Schilchertour-Nord" und beschloss, diese gleich einmal auszuprobieren.
Keine Wegweiser. Sie startete in Mooskirchen und wollte das Schilcherland - allerdings in umgekehrter Fahrtrichtung als in der Broschüre beschrieben - erradeln. Nur wenige Kilometer später, in der Ortschaft Hallersdorf, war dann Endstation: Plötzlich fehlten alle Wegweiser. Einheimische erklärten der Urlauberin schließlich den Weg zurück. Auf eine schriftliche Anfrage bei der Gemeinde bekam die frustrierte Radfahrerin keine Antwort.
Überprüft. Die Kleine Zeitung begab sich daraufhin mit dem Drahtesel auf Recherche und überprüfte die Beschilderung der "Schilchertour", die in Mooskirchen startet. Folgt man der in der Broschüre angegebenen Fahrtrichtung, geht es in Fluttendorf das erste Mal steil bergauf. Die korrekte Beschilderung weist hier aber den richtigen Weg.
Schilder enden. Die Mühen sind nicht vergeblich, als wir schließlich - etwas gerädert - endlich in St. Stefan ob Stainz ankommen. Von dort aus geht es dann wieder bergab, stets gut markiert, nach Ligist. Jetzt steht man allerdings "an" - keine Spur mehr von einem "Schilcher-tour"-Schild. Auch in Gegenrichtung ist kein Schild zu entdecken. Hält man sich aber an die "Dreimärktetour" und ist ortskundig, gelangt man ohne Probleme zurück nach Mooskirchen - mit 40 Radkilometern in den Beinen.













