Eine Familie mit viel Taktgefühl
Johannes, Andrea, Michaela und Babsi Koitz sind gemeinsam im Tanzstudio in Bärnbach aktiv.

Foto © Heike Krusch
Die Ähnlichkeit ist verblüffend. Sieht man die drei Koitz-Schwestern nebeneinander, kann niemand abstreiten, dass sie aus ein- und derselben Familie stammen. "Seit dem großen Erfolg von Babsi bei Dancing Stars werden wir deshalb auch häufig angesprochen", erzählen ihre jüngeren Schwestern Andrea und Michaela. Die optische Ähnlichkeit ist bei Bruder Johannes zwar nicht so groß, Erfahrungen mit dem Ruhm der Schwester hat er dennoch: "Ich habe einmal einen entlaufenen Hund auf die Polizeistation gebracht und musste meine Daten angeben. Der Polizist hat mich groß angeschaut und gemeint: ,Koitz, wie die Babsi Koitz?'. Unseren Namen brauchen wir dank ihr nie mehr buchstabieren", sagt der Webdesigner, der mit seiner Schwester aber mehr gemeinsam hat, als die meisten wissen.
Tanz als Familienhobby
Nicht nur, dass die vier seit dem vergangenen Jahr gemeinsam das Styriadance-Tanzstudio in Bärnbach leiten (Tag der Offenen Tür siehe unten), sie sind, beziehungsweise waren, auch allesamt selbst Turniertänzer. "Unsere Wochenenden haben so ausgeschaut, dass Mama zwei von uns geschnappt hat und zu einem Wettbewerb gefahren ist und Papa mit den anderen beiden unterwegs war", erinnert sich Michaela. "Einmal haben wir sogar unseren Familienurlaub in Alaska verbracht, weil Johannes dort bei der Weltmeisterschaft getanzt hat." Tanzen sei irgendwann zum Familienhobby geworden. Obwohl die Eltern - zwar leidenschaftliche - aber immer nur Hobbytänzer gewesen sind.
"Wir vier sind da so reingerutscht", erinnert sich auch Babsi selbst. Da war einmal ein Volkstanzkurs, dann ein bisschen Ballett - die restliche Erfolgsgeschichte ist bekannt. "Als ich das erste Mal tanzen gegangen bin, habe ich gar nicht gewusst, wo ich hingehe", lacht Johannes. "Es hat einfach geheißen: ,Schau doch mal rauf in den Turnsaal." Das habe er gemacht. "Und dann ist es immer mehr geworden."
Aber auch wenn alle in hohen Klassen getanzt haben, Profi ist mittlerweile keiner von ihnen mehr. "Irgendwann kommt der Punkt, wo das Trainingspensum so hoch wird, dass man sich entscheiden muss", sagt Johannes rückblickend. Und alle vier haben sich entschieden. Haben zwar Berufsausbildungen gemacht (siehe unten), sind dem Tanzen aber dennoch treu geblieben. Die drei Schwestern haben in den vergangenen Jahren die Ausbildung zur Tanzpädagogin abgeschlossen. Und Johannes? "Der muss als Tanzpartner herhalten, wenn wir doch mal wieder Lust bekommen."
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FAKTEN
Der Tag der Offenen Tür des Styriadance Tanzstudios in Bärnbach und des Tanzsportzentrums Voitsberg findet heuer am 9. September statt.
Von 12 bis 15 Uhr sind die Türen in Bärnbach geöffnet. Von 15 bis 18 Uhr kann man in Voitsberg hinter die Kulissen blicken.
An beiden Standorten gibt es Schnupperworkshops und Showdance. Man kann sich vor Ort auch schon für Workshops anmelden oder einfach nur gustieren.
Nähere Informationen gibt es im Internet:
www.styriadance.at













