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Zuletzt aktualisiert: 18.08.2012 um 20:16 UhrKommentare

Über Stock und Stein muss nicht gefährlich sein

Die Alpinpolizei ortet immer mehr Mountain-bikeunfälle. Wir sprachen mit dem Profi von den Crazy Cross Bikers über Unfallverhütung.

Es geht ganz schnell. Ein nasser Stein - und der Reifen rutscht weg. Man übersieht eine Wurzel - und verliert das Gleichgewicht. Ein Geräusch lenkt den Blick vom Weg ab - und schon landet man selbst am harten und meist schmerzhaften Boden der Tatsachen. 325 Unfälle mit dem Mountainbike verzeichnete die Alpinpolizei im vergangnen Jahr. Das sind um 19,05 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Zahl der Verletzten hat dementsprechend auch zugenommen, von 253 auf 308 - das ist sogar eine Steigerung von 21,74 Prozent. Und das sind nur jene Fälle, in denen nach den Bestimmungen des Sicherheitspolizeigesetzes die Alpinpolizei eingeschaltet wurde. Die Zahl der Alpinunfälle mit Mountainbikes generell liegt noch höher.

Rand- und Breitensport

Markus Eichinger, stellvertretender Obmann des weststeirischen Mountainbike-Vereins "Crazy Cross Biker", ist ob dieser Zahlen nicht erstaunt. "Der Sport erfreut sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit", weiß er aus der eigenen Erfahrung im Verein. Im Jahr 2001 gründete er gemeinsam mit drei Freunden und etwa 40 Mitgliedern die "verrückten Fahrradfahrer" in Maria Lankowitz. "Heute sind wir mit 150 Mitgliedern der größte Mountainbike-Verein der Steiermark." Mit einer außergewöhnlichen Altersstruktur von fünf bis 75 Jahren. "Als ich mit 18 Jahren mein erstes Mountainbike kaufte, haben mich die Leute komisch angeschaut", so Eichinger. Mittlerweile wurde aus dem Rand- ein Breitensport. Und das birgt natürlich Gefahren.

Unfallgefahren

Laut Eichinger gäbe es drei Hauptgründe für Unfälle und Verletzungen - Selbstüberschätzung, Ermüdung und die falsche Ausrüstung (die wichtigsten Tipps zur richtigen Ausrüstung finden Sie rechts). "Wie auch beim Wandern sollte man sich die Route vor einer Mountainbiketour genau anschauen und auf das eigene Können ausrichten", meint Eichinger. Während der Fahrt sollte die Geschwindigkeit an die Kondition angepasst werden. "Man braucht auch für die Abfahrt noch viel Kraft und sollte sich beim Anstieg nicht komplett auspowern."

Es sei gerade im Hochsommer auch nicht sinnvoll in der Mittagshitze zu fahren. Die Tagesrandzeiten eignen sich besser zum Mountainbiken. Wenn möglich sollte man nicht allein unterwegs sein. "Und das Handy muss sowieso immer dabei sein, um in Notfall einen Notruf tätigen zu können."

Grundsätzlich gilt: Je besser die Technik, desto geringer die Unfallgefahr. Kurse bietet der Verein regelmäßig an. www.crazy-cross-biker.at

HEIKE KRUSCH

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